Jugendliche in Aplerbeck greifen das Thema des Namensgebers der Canarisstraße auf

Canarisstraße

Nach wem ist die Canarisstraße benannt? Die Bezirksvertretung Aplerbeck hat ihre Entscheidung darüber vertagt. Besucher der Jugendfreizeitstätte und Aplerbecker Schüler wollen nun forschen.

Aplerbeck

, 06.12.2018, 04:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jugendliche in Aplerbeck greifen das Thema des Namensgebers der Canarisstraße auf

Heike Stäwen und Peter Gehrmann in der BV- Aplerbeck. Hier wurde über die Do-Tour für Respekt 2018 berichtet. © Jörg Bauerfeld

Heike Stäwen und Peter Gehrmann, Mitarbeiter der Jugendfreizeitstätte (JFS) Aplerbeck, die der Sitzung der Bezirksvertretung beiwohnten, wurden sofort hellhörig, als es um das Thema Canarisstraße ging. Im Raum steht die Frage, nach wem die Straße benannt ist: Nach Carl Canaris, dem Leiter der Aplerbecker Hütte oder doch nach seinem Sohn Wilhelm, Admiral und Hitlers Spionage-Chef?

Die beiden Sozialarbeiter, Stäwen und Gehrmann, sind verantwortlich für die „Do-Tour für Respekt", die Schüler an Stätten von Naziverbrechen führt. In diesem Rahmen möchten sie auch die Canarisstraße näher beleuchten. Auch Cornelius Boensmann, Fachreferent für Jugend im Stadtbezirk Aplerbeck, kündigte an, Arbeitsgruppen bilden zu wollen, die den BV-Mitgliedern im Februar 2019 ihre Ergebnisse vorstellen sollen.

Vor allem die Rolle von Wilhelm Canaris soll näher beleuchtet werden. Denn wird die Straße mit dem Legendenschild des Hüttenleiters Carl Canaris ausgestattet, wird der Name des Admirals und Spionage-Chefs Wilhelm wohl nicht mehr auftauchen.

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Arbeitsgruppen sind in Planung

„Es geht in die Richtung, dass wir eine Arbeitsgruppe bilden werden. Darin werden Teilnehmer der Do-Tour für Respekt sein“, sagt Peter Gehrmann. „Ich würde mir wünschen, dass die Ergebnisse zusammengeführt und in der BV vorgestellt werden.“ Man müsse sehen, was am Ende dabei rauskommt.

Fest steht, dass es Schüler des Gymnasiums an der Schweizer Allee und der Emscherschule sein werden, die sich jetzt an die Recherche begeben. Denn man will in Aplerbeck wissen, nach wem die Canarisstraße schlussendlich benannt wird.

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