Jugendlicher wollte Prostituierte betrügen - Vater meldet Sohn

Gefälschte Euroscheine

Bei diesem Betrugsversuch im Dortmunder Rotlichtbezirk ist so ziemlich alles falsch gelaufen, was geht: Zuerst bot ein 16-jähriger Freier einer Prostituierten offensichtliches Falschgeld für Sex an. Dann hinterließ der verhinderte Betrüger die perfekten Fahndungsbilder. Zu guter Letzt meldete sein eigener Vater ihn dann bei der Polizei.

DORTMUND

, 15.03.2016, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jugendlicher wollte Prostituierte betrügen - Vater meldet Sohn

Eine Prostituierte in der Dortmunder Linienstraße.

Update 14 Uhr: Vater meldet Sohn bei der Polizei

Das ging schnell: Der 16 Jahre alte Jugendliche, der eine Prostituierte mit Falschgeld bezahlen wollte, ist schon gefasst worden. Laut Polizei war es der Vater des Mannes, der seinen Sohn meldete. Die Polizei ermittelt nun.

Erstmeldung 13.09 Uhr: 20-Euro-Schein

Der junge Mann tauchte am 1. Dezember gegen 10.40 Uhr an der Linienstraße auf. Er sprach eine 46 Jahre alte Prostituierte an. Um "eine sexuelle Handlung" (Polizeimeldung) im Voraus zu bezahlen, bot der Freier der Frau einen 20-Euro-Schein an. Doch der Schein war offensichtlich gefälscht. "Es fehlten mehrere Sicherheitsmerkmale", sagte Polizeisprecherin Saskia Platz auf Nachfrage. 

Die Prostituierte wurde misstrauisch und verlangte einen anderen Schein. Als auch dieser eine plumpe Fälschung war, ergriff der junge Mann die Flucht. Dumm nur: Bei seiner Flucht vergaß der Mann seinen Rucksack - mitsamt mehrerer Passfotos, auf denen der Betrüger bestens zu erkennen ist. 

Nachdem die Polizei mit ihren herkömmlichen Fahndungsmethoden nicht weitergekommen ist, hat nun ein Richter die Veröffentlichung eines Passfotos genehmigt.

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