Jugendzentrum an der Kokerei Hansa könnte Huckarde neuen Schwung geben

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Bei unserem Stadtteilcheck 2018 haben im Stadtbezirk Huckarde besonders die Gastronomie sowie das Angebot für Jugendliche und Senioren schlecht abgeschnitten. Was hat sich seitdem getan?

Huckarde

, 04.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kommunalwahl steht am 13. September (Sonntag) an. Zeit, einen Blick zurück zu werfen: Was hat sich in den Dortmunder Ortsteilen getan und welche Probleme sollten die Lokalpolitiker möglicherweise in Zukunft angehen? Als Ausgangspunkt dient unser Stadtteilcheck aus dem Jahr 2018.

Im Stadtbezirk Huckarde gab es einzelne Checks für die Ortsteile Huckarde, Kirchlinde, Deusen sowie Rahm und Jungferntal. Die mit Abstand meisten negativen Bewertungen erhielt Deusen. Gleich drei Kategorien – Gastronomie, Jugend und Senioren – erreichen nur vier von zehn Punkten.

Beim Gastronomieangebot hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht viel getan. Lediglich die Räumlichkeiten des „Hohoffs 800°“, das im Mai 2019 seine Türen geschlossen hat, beherbergt inzwischen die „Speisekammer“, die seit Januar Food-Events anbietet. In der Corona-Krise ist es allerdings ruhig um das Lokal der „cateringmanufaktur“ geworden.

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Hoffnung in Sachen Jugendarbeit

Die aktuelle Bezirksvertretung Huckarde hat sich zwar nicht des Problems des Angebots für Senioren, aber zumindest dem des passenden Wohnraumes angenommen. Einige der Parteien gehen mit dem Wahlversprechen ins Rennen, sich verstärkt für Mehr-Generationen-Wohnprojekte in Deusen einzusetzen.

Einen potenziellen Standort gäbe es schon: die Freifläche hinter der Freiwilligen Feuerwehr an der Straße Wulfgraben. Vor allem die CDU-, aber auch die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung haben für eine Realisierung des Projektes gekämpft und wollen das auch weiterhin tun.

Für Jugendliche soll es indes ab 2022 ein neues Angebot geben, das nicht nur den Deusenern zu Gute kommen könnte. Auch in Kirchlinde (5/10) und Huckarde (5/10) erreichte die Kategorie keine Bestnoten

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Das geplante Jugendzentrum im Schalterhaus der Kokerei Hansa könnte mit seiner zentralen Lage zwischen Huckarde und Deusen zumindest für die beiden Ortsteile ein nahe gelegenes attraktives Angebot für Kinder und Jugendliche schaffen. Für die Kirchlinder bleiben die Jugendfreizeitstätte und der Abenteuerspielplatz in Rahm näher.

Hinzu kommen die Ortsteil-eigenen Angebote wie der Kinder- und Jugendtreff (KJT) der Falken und die Skateranlage im Stadtteilpark am Bärenbruch. „Immer mehr Jugendliche treffen sich lieber unter freiem Himmel“, nannte KJT-Leiter Michael Rehberg einen Grund dafür, dass auch gute und zahlreiche Angebote manchmal nicht für eine gute Bewertung reichen.

Verkehr in Kirchlinde als zentrales Problem

Eine schlechte Bewertung gab es im Stadtteilcheck 2018 darüber hinaus für die Verkehrsbelastung in Kirchlinde. Ein Thema, das den Ortsteil schon lange im Griff hat. Die Kreuzung Kirchlinder Straße/Frohlinder Straße/Bärenbruch lag bei einer stadtweiten Messung der Schadstoffbelastung aus dem Jahr 2018 auf Platz 5 von 21 Messstandorten.

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Mehr als 21.000 Fahrzeuge pro Tag passieren durchschnittlich die Straße Bärenbruch. An der Kreuzung selbst und an den Abfahrten der A 45 staut es sich regelmäßig gerade zum Berufsverkehr. „Das alles in Kombination ist schon erschreckend“, sagte der Kirchlinder Hubertus Feldmann, der in der Nähe der Kreuzung wohnt und der bei der Kommunalwahl für die Grünen kandidiert, 2019 im Gespräch mit der Redaktion.

Nachdem verschiedene Lösungsansätze der aktuellen Bezirksvertretung bei der Stadtverwaltung kein Gehör gefunden hatten, haben die Parteien die Kirchlinder Kreuzung für die jetzige Kommunalwahl erneut in ihre Programme aufgenommen.

Alle versprechen, eine Lösung erarbeiten zu wollen. Dabei sollen beispielsweise aktuelle Verkehrsgutachten helfen, die in der kommenden Legislaturperiode beantragt werden sollen.

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