Suchaktion

Junge Frau vermisst: Polizei distanziert sich von Social-Media-Suche

„Ich bitte euch alle diese Nachricht und das Bild von ihr zu verbreiten“, ist in einem privaten Fahndungsaufruf zu lesen. Die Polizei Dortmund behandelt die Frau aber nicht als Vermisstenfall.
So sieht der private Fahndungsaufruf aus, der aktuell in sozialen Medien zirkuliert. Das Gesicht haben wir aus den von der Polizei genannten Gründen unkenntlich gemacht. © Privat

In den sozialen Medien kursiert seit ein paar Tagen ein privater Fahndungsaufruf mit mehreren Fotos einer jungen Frau. Seit dem 5. Januar (Dienstag) werde sie vermisst und sei zuletzt in Dortmund gesehen worden, heißt es darin. Hinweisgeber mögen sich unter in dem Beitrag angegeben Telefonnummern oder bei der Polizei melden, heißt es.

Die Polizei Dortmund behandelt den Fall aber gar nicht als offizielle Vermisstenmeldung. Bei Erwachsenen gibt es in der Regel nur Öffentlichkeitsfahndungen, wenn zum Beispiel lebensgefährliche Erkrankungen oder konkrete Hinweise auf Verbrechen vorliegen. Ansonsten haben alle Volljährigen das Recht, den Kontakt abzubrechen und aus ihrem Umfeld zu verschwinden.

Social-Media-Nutzer sollten bei Weiterverbreitung abwägen

Der Such-Aufruf zu der jungen Frau kursiert bereits mit ihrem vollen Namen und Fotos im Internet – daher ist die Polizei sehr vorsichtig, was Informationen zur Person angeht.

Wenn die Betroffene mit der Veröffentlichung dieser Daten und ihrer Fotos nicht einverstanden ist, handelt es sich um einen Datenschutzverstoß. Daher sollten auch die anderen Social-Media-Nutzer genau abwägen, welche Beiträge sie weiterverbreiten.

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