Junge Männer greifen 80-jährigen Mann im ICE an

Einsatz der Bundespolizei

Weil er in ihren Augen zu lange brauchte, haben zwei junge Männer am Mittwochabend (1.4.) im ICE einen Rentner verletzt. Am Dortmunder Hauptbahnhof schritt die Polizei ein.

Dortmund

02.04.2020, 19:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Junge Männer verletzen älteren Reisenden in einem ICE - die Bundespolizei schreitet ein.

Junge Männer verletzen älteren Reisenden in einem ICE - die Bundespolizei schreitet ein. © picture alliance/dpa

Weil ein 80-jähriger Mann in einem ICE scheinbar nicht schnell genug Platz gemacht hat, wurden zwei junge Männer ausfallend geworden. Sie haben den älteren Herrn zu Boden gestoßen, der sich dadurch leicht am Arm verletzt hat.

Zu dem Streit kam es am Mittwochabend (1.4.) gegen 21.30 Uhr. Der 80-Jährige aus Trappenkamp, Schleswig-Holstein, wollte sein Gepäck an seinem Sitzplatz verstauen - das ging den entgegenkommenden Männern aber wohl nicht schnell genug. Sie forderten den älteren Reisenden in aggressivem Tonfall auf, Platz zu machen.

Dabei haben sie die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus als Begründung genannt, gab der 80-Jährige an. Als dieser nicht schnell genug reagierte, haben die jungen Männer den Herrn zu Boden gestoßen. Andere unabhängige Zeugen konnten diese Aussage bestätigen.

Die Tatverdächtigen waren bereits polizeibekannt

Beamte der Bundespolizei wurden am Dortmunder Hauptbahnhof zu dem Zug gerufen und nahmen die mutmaßlichen Täter mit auf die Wache. Es handelt sich bei ihnen um zwei 20-Jährige, einer von ihnen aus Eschenburg in Hessen, der andere aus Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Beide sind bereits wegen anderen Gewaltdelikten polizeibekannt, es wird nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen sie eingeleitet.

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