Juristischer Ärger: Naturbühne muss "Simba" absagen

Rätselhafter Rechtsstreit

Juristischer Ärger für die Naturbühne Hohensyburg: Der Verein gab am Freitagabend bekannt, dass das Stück "Simba – König der Tiere" zum Wochenende eingestellt werden muss. Hintergrund ist offenbar ein rätselhafter Rechtsstreit.

HOHENSYBURG

, 08.07.2016, 18:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Juristischer Ärger: Naturbühne muss "Simba" absagen

Mit großem Aufwand hat das Hohensyburger Amateurtheater "Simba" auf die Bühne gebracht. Am Wochenende musste das Stück eingestellt werden.

Singende Hyänen und ein kleiner Löwe, der zum großen König wird. Dass das Stück „Simba – König der Tiere“ der Naturbühne Ähnlichkeiten mit einem erfolgreichen Zeichentrickfilm eines amerikanischen Großkonzerns aufweist, wurde nie bestritten. Jetzt darf Simba nicht mehr gespielt werden. Der Verein Naturbühne Hohensyburg gab am Freitagabend bekannt: „Simba – König der Tiere“ wird am 11. Juli 2016 eingestellt.

Nur am Samstag und am Sonntag, 9. und 10. Juli, jeweils ab 16 Uhr darf noch gespielt werden. Als Grund für die Einstellung gab die Vereinsvorsitzende Elke Eitner eine juristische Auseinandersetzung an, die den Verein zwinge, das Stück nicht mehr aufzuführen.

Nähere Angaben zu dieser Auseinandersetzung wolle und dürfe man nicht machen. „Das Stück wurde in den vergangenen Jahren vielfach an anderen Bühnen aufgeführt. Warum sich ausgerechnet bei unserer Inszenierung ein juristischer Streit entzündet, können wir uns nicht erklären. Da können wir nur spekulieren“, so Eitner auf Anfrage.

Das Stück „Simba – König der Tiere“ wird in der Tat seit Jahren von Naturbühnen in ganz Deutschland in kleinen Variationen gespielt. Die Fassung der Naturbühne steht derzeit auch auf dem Spielplan der Waldbühne in Hamm Heessen.

Nach dem Aus wird es an der Naturbühne zunächst eine Spielpause geben. Ab dem 19. August will man dann ersatzweise „Das letzte Einhorn“ bringen. Das ist das Stück der vergangenen Saison. „Uns tut es natürlich für unsere Zuschauer leid, die sich auf eine der kommenden Inszenierungen gefreut haben. Und es ist sehr schade für die Kinder, Jugendlichen und Familien, die lange und intensiv für das Stück geprobt haben“, sagte Eitner.

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