Kabarettist Konrad Beikircher gibt Nachhilfe in Mundarten

rnRuhrhochdeutsch im Spiegelzelt

Beim Comedy- und Kabarett-Festival Ruhrhochdeutsch gab Konrad Beikircher Nachhilfe in Kölsch & Co.. Am Rednerpult führte er sein Talent vor, diverse Dialekte und Mundarten nachzuahmen.

von Britta Helmbold

Dortmund

, 09.08.2019, 13:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie der Rheinländer sich gefühlte Ewigkeiten über nichts unterhalten kann, führt Plaudertasche Konrad Beikircher in seiner Zugabe beim Festival Ruhrhochdeutsch am Donnerstagabend (zu) ausführlich vor. Um Sprache und die diversen Dialekte, Mundarten drehte sich sein Programm unter dem schlichten Titel „400 Jahre Beikircher“. Natürlich sei das nur ein Scherz (Haha), aber es fühle sich so an, ulkt Beikircher.

Ein bisschen fühlt sich auch sein knapp zweistündiger Auftritt am Rheinlanddamm so an. Denn seine kleinen Geschichtchen scheinen besonders Sprachanalytiker Beikircher selbst zu amüsieren.

Skurrile Anekdoten zu unterschiedlichen Dialektekn

Am Beispiel des kurzen Wortes „Ei“ stellt die rheinische Frohnatur die diversen Aussprachen in den deutschen Regionen vor - bereichert mit skurrilen Anekdoten. Und Beikircher zeigt vor allem, wie gut er die einzelnen Dialekte beherrscht. Die hanseatische „Schneidezähnesprache“ ebenso wie Hessisch oder Sächsisch. An den Sachsen bewundere er ihre raffinierte Fragetechnik, die den Frager immer mit Erfolg belohne.

Aber meistens doziert der 74-jährige Beikircher am Rednerpult im rheinischen Slang. Denn die Redensarten aus dieser Region, seiner Wahlheimat, begeistern ihn - und so gibt er zahlreiche Beispiele, die meist etwas zu lang geraten.

Ein harmloser, schmerzfreier Humor, der im halbvollen Spiegelzelt mit recht verhaltener Heiterkeit aufgenommen wurde.

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