Kämmerer-Posten - Kritik an früher Festlegung

Haushaltsskandal

DORTMUND Auf ein bisschen Opposition wollen FDP/Bürgerliste und Grüne in der Diskussion um die Besetzung der Kämmererstelle trotz des Lobes für die Arbeit von Jörg Stüdemann in Sachen Haushalt nun doch nicht verzichten.

von Von Oliver Volmerich

, 02.12.2009, 05:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kämmerer-Posten - Kritik an früher Festlegung

Kämmerer Jörg Stüdemann.

Auch die CDU, deren Ratsfraktionschef Frank Hengstenberg mit seinem demontrativen Lob für Stüdemann die Diskussion in Gang gesetzt hatte, bekommt ihr Fett weg. Durch die frühe Festlegung der CDU fühlt sich Grünen-Fraktionssprecherin Ingrid Reuter an die „alten Zeiten einer inoffiziellen großen Koalition“ erinnert. Krüger vermutet hinter der „Nominierung“ um parteiinterne Machtspiele der SPD, die sich gegen einen zu starken Oberbürgermeister Ullrich Sierau richteten. Auch die Vorsitzende der Fraktion FDP/Bürgerliste, Dr. Annette Littmann, fürchtet, dass mit einer Vorfestlegung von Stüdemann für den Kämmerer-Posten das ganze Ausschreibungsverfahren sinnlos werde und spricht einmal mehr von „Filz“.

Stüdemann selbst wollte sich auch am Dienstag nicht dazu äußern, ob und wann er sich für den Kämmerer-Posten bewerbe, wollte aber ein „Interesse“ nicht verhehlen. Zunächst sei u.a. zu klären, wie seine bisherigen Aufgaben als Kultur- und Sportdezernent mit der Kämmerer-Aufgabe unter einen Hut zu bringen seien. 

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