Beobachtet die EDG die Müllsünder an Containerstandorten per Videokamera?

rnUmweltverschmutzung

Zwei Aufkleber an dem Containerstandort an der Schwerter Straße/Ecke Primelstraße in Sölderholz sorgen für Diskussionen. Setzt die EDG hier Kameras gegen Müllsünder ein?

Sölde

, 13.05.2019, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist an der Schwerter Straße so wie an vielen EDG Container-Standorten auf Dortmunder Stadtgebiet. Sind die Behälter voll, wird der mitgebrachte Müll einfach daneben entsorgt. Auch ganze Schränke oder Autoreifen finden sich schon einmal an den Standorten. Vielen Menschen geht die Gleichgültigkeit ihrer Artgenossen aber gehörig gegen den Strich.

So auch an der Schwerter Straße in Sölderholz. Der Containerstandort ist immer wieder „Opfer“ von Müllsündern, die nichts anderes zu tun haben als ihren Dreck in die Gegend zu werfen. Immer wieder kommt es hier zu Beschwerden. Auch auf der Dreckpetze-Seite der EDG, auf der Bürger illegale Müllkippen oder verschmutze Ecken melden können, taucht die Schwerter Straße immer wieder auf.

Sogar schon Meldungen auf der Dreckpetze-Seite

Zuletzt ging auf dieser Seite im Internet am 4. Mai eine Meldung ein, dass Kleidung und Hausmüll einfach neben die Container gelegt wurde. Am 7. Mai meldetet die EDG dann, die Meldung sei erfolgreich bearbeitet worden, sprich der Müll beseitigt.

Jetzt sorgt aber etwas anderes an diesem Standort für Diskussionen - auch in den öffentlichen Netzwerken. Auf zwei der insgesamt fünf Container findet sich neuerdings ein Aufkleber mit der Aufschrift „Achtung Videoüberwachung“. Aber kann das denn sein, dass die EDG jetzt seine Containerstandorte per Kamera überwacht?

Container stehen ziemlich einsam an der Straße

Wenn man sich den Standort an der Schwerter Straße Ecke Primelstraße so anschaut, käme man durchaus auf den Gedanken, dass das mit der Kamera eine gute Idee ist. Denn gerade in den Abendstunden ist es mit einer sozialen Kontrolle in diesem Bereich nicht weit her. Die Container stehen dort ziemlich unbeobachtet herum. Aber die EDG wiegelt ab, was die Kameraüberwachung angeht.

Beobachtet die EDG die Müllsünder an Containerstandorten per Videokamera?

Oft verschmutzt. Der Standort an der Schwerter Straße. © Jörg Bauerfeld

„Wir führen keine Videoüberwachungen an den Depotcontainer-Standorten durch; es handelt sich also nicht um einen EDG-Aufkleber“, sagt Petra Hartmann, verantwortlich für die Pressearbeit bei der EDG. Für die EDG sei es schon rein rechtlich nicht möglich, die Standorte mit einer Videokamera überwachen zu lassen. „Bei über 500 Standorten in Dortmund wäre das sowieso nicht möglich“, sagt Petra Hartmann. Aber woher dann die Aufkleber? „Eventuell haben Anwohner diese Aufkleber angebracht, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen“, so Hartmann.

Diskussionen in den öffentlichen Netzwerken

In den öffentlichen Netzwerken fand die Aufkleber-Aktion große Zustimmung, aber dass es eine abschreckende Wirkung haben könnte, glauben die wenigsten. „Super!!! Hoffentlich hilft das endlich“, heißt es dort. „Hin gehen, Kennzeichen mit fotografieren, Polizei anrufen und Anzeige wegen illegaler Müllentsorgung machen“, so ein Kommentar oder „Die Abkipper lachen sich doch kaputt. Und falls doch eine Kamera da ist, die eventuell sogar funktioniert und die dann auch noch brauchbare Aufnahmen macht, frage ich mich, warum solche Aufkleber angebracht werden. Da ist doch der Überraschungseffekt weg.“

Aber was kann die EDG überhaupt tun, um sich gegen die illegale Müllentsorgung zu wehren? „Wir setzten seit einiger Zeit Mülldetektive ein“, sagt Petra Hartmann. Mehr kann man bei dem Entsorgungsunternehmen auch kaum tun. Denn, auch eine kürzer getaktete Leerung sorgt bei denen, die ihren Müll einfach in die Gegend werfen, nicht für die Erkenntnis, dass sich so etwas nicht gehört. Oder wie ein User in seinem Kommentar so treffend ausdrückte: „Schlimm echt, könnte kotzen, wenn ich so etwas sehe.“

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