Die Kanalbaustelle an der Schüruferstraße geht schneller voran als geplant

rnVollsperrung in Aplerbeck

Seit Anfang des Jahres müssen die Anwohner an der Schüruferstraße in Aplerbeck mit der Vollsperrung leben. Aber die Arbeiten gehen ziemlich gut voran. Doch es droht neues Ungemach.

Schüren

, 07.05.2019, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist noch keine Zeit zum Aufatmen, aber es wird Licht am Ende des Kanals. Eigentlich war vorgesehen, dass die Kanalarbeiten zwischen der Straße Nagelpötchen und der Ringofenstraße plus nachfolgender neuer Asphaltdecke bis Oktober beendet sind. Jetzt sieht es so aus, als ob es schon im September 2019 soweit sei.

Und das, obwohl der Spatenstich für die Großbaustelle mehrere Wochen später als geplant durchgeführt wurde - der Frost war daran Schuld. „Die Arbeiten laufen gut, wir kommen super voran“, sagt Manfred Koners von der Stadtentwässerung in Dortmund.

Die Kanalbaustelle an der Schüruferstraße geht schneller voran als geplant

Ein Schachtbauwerk wird gerade auf der Schüruferstraße errichtet. © Jörg Bauerfeld

In zwei Abschnitten laufen zurzeit die Arbeiten an dem neuen Kanal. Von Osten, der Ringofenstraße in Richtung Lindstraße, und aus Richtung Westen, auch in Richtung Lindstraße. Dort, in diesem Bereich, treffen die beiden Baustellen aufeinander. Zumindest fast. Denn im Bereich der Einmündung der Lindstraße auf die Schüruferstraße liegt auf rund 60 Metern überhaupt kein Kanal. Der Grund ist der felsige Untergrund.

Sehr felsiger Untergrund

Aber zurück zur aktuellen Baustelle. Hier sieht die Zeitschiene so aus, dass der Kanalbau aus Richtung Westen bereits um den 21. Mai herum abgeschlossen sein soll. Dann wird anschließend sofort der Straßenbau beginnen. Bedeutet, die Fahrbahn wird ausgekoffert und mehrlagig erneuert.

Aus Richtung Osten wird es noch ein wenig länger dauern. Hier soll der Kanal Mitte Juni fertig sein. Auch hier geht es im Anschluss an den Straßenbau und dann wird Ende September die komplette Asphaltdecke in einem durchgezogen.

Die Kanalbaustelle an der Schüruferstraße geht schneller voran als geplant

So sieht es zurzeit in Höhe der Lindstraße aus. © Jörg Bauerfeld

Bis zum Ende der Baumaßnahme wird es auch bei der großflächigen Umleitung bleiben, die die Vollsperrung der Schüruferstraße umfährt. Für die Anwohner des Viertels Am Dreisch bleibt es bei der Anliegerfrei-Umleitung. Hier gilt aber nach wie vor, dass der Weg durch die Hosbachstraße für den Durchgangsverkehr nicht gestattet ist. Auch der Baustellenverkehr verläuft nicht in diesem Bereich.

Apelbachstraße keine Umleitung mehr

Wer als Autofahrer bislang den Weg durch die Apelbachstraße in Richtung Nagelpötchen gesucht und gefunden hat, der muss sich ab sofort umstellen. Denn dieser Weg endet ab sofort an der Schüruferstraße vor einer Baustellenabsperrung.

Die Kanalbaustelle an der Schüruferstraße geht schneller voran als geplant

Eine Zufahrt zur Schüruferstraße über die Apelbachstraße ist nicht mehr möglich. © Jörg Bauerfeld

Um ein bisschen mehr Ordnung in das „Verkehrschaos“ im Bereich der Ringofenstraße/Schürufersraße zu bekommen, wo sich die Autos in Stoßzeiten immer wieder in den Stau einreihen müssen, wird versucht, die Baustelle zumindest im Kreuzungsbereich verschwinden zu lassen. „Wir schauen, dass wir das in diesem Monat noch schaffen“, sagt Koners. Eine Einfahrt in die Schüruferstraße wird weiterhin, bis zum Ende der Baustelle, nur für die Gewerbetreibenden gestattet sein.

Die Kanalbaustelle an der Schüruferstraße geht schneller voran als geplant

Die Baustelle soll noch in diesem Monat aus dem Kreuzungsbereich verschwunden sein. © Jörg Bauerfeld

Baustelle bewegt sich sechs Meter am Tag

Wie es zurzeit so funktioniert mit dem Kanal, kann man sich gut zwischen dem Nagelpötchen und der Lindstraße anschauen. Hier wird gerade ein neuer Schacht gesetzt und der neue Kanal angeschlossen. Alles in offener Bauweise. Sechs Meter am Tag geht die Baustelle voran, von beiden Seiten.

Die Kanalbaustelle an der Schüruferstraße geht schneller voran als geplant

Mit schwerem Gerät ging es dem Fels an den Kragen. © Jörg Bauerfeld

Kompliziert war an der Schüruferstraße lediglich der harte Fels. „Dazu haben wir Spezialwerkzeuge einsetzen müssen“, sagt Manfred Koners. „Wir wussten, dass Fels kommt, aber das war hier schon eine Aufgabe.“ Klar ist, dass der Kanal erneuert werden musste. Das alte System stammt aus dem Jahr 1954. „Der hatte Risse, Scherbenbildung und war auch statisch nichts Dolles mehr“, sagt Koners.

Wenn die Kanal-Baustelle zwischen der Ringofenstraße und der Straße Nagelpötchen beendet sein wird, kommt auf die Anwohner der Schüruferstraße eine weitere Kanalbaustelle zu. 2020 soll dann zwischen der Einmündung der Schürener Straße und der Kneebuschstraße ein neuer Kanal verlegt werden.

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