Der Traum vom Hotel: Kay Fräder hat nach der Corona-Krise große Pläne

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Viele Gastronomen warten auf das Ende der Corona-Krise und die Rückkehr zur Normalität. Kay Fräder packt jetzt ein neues Projekt an. Doch auch an ihm geht die Krise nicht spurlos vorüber.

Huckarde

, 14.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kay Fräder und seine Teams in den Restaurants Friedchen‘s Pommesbude (Kirchlinde) und Friedchen‘s Bahnhof (Huckarde) haben während des Kontaktverbotes hart gearbeitet, um die Betriebe zu erhalten.

Wie bei vielen anderen Gastronomien auch gab es Abhol- und Bring-Angebote. Doch weil der rustikale Fastfood-Wirt eine standhafte Fan-Gemeinschaft bedienen muss, wurde hinter den Kulissen nicht über Verluste gestöhnt, sondern die Kreativität gefordert.

Eine Speisekarte speziell für die Corona-Zeit

Bereits in der zweiten Woche des Corona-Shutdowns brachte Fräder „Friedchen‘s Coronakarte“ heraus. Eine Angebot extra für die Zeit des Kontaktverbotes. Auf der Karte gab es nicht nur alle Infos für den kontaktlosen Burger- und Fritten-Genuss.

Es gab auch den „Corona-Burger“. Nicht ganz ernst gemeint sollte die Hauptzutat, eine sehr scharfe Meerrettich-Sauce, das Virus austreiben.

Gute Stimmung in der bedrückenden Zeit hätte es ohne Kay Fräder selbst aber nicht gegeben. „Viele Gäste kommen nur, um zu sehen, wen der Fräder jetzt wieder zusammenscheißt“, sagt Kay Fräder. Immerhin hat es Fräder mit seinem konsequenten Handy-Verbot sogar ins Fernsehen geschafft.

Kay Fräder im eigenen Youtube-Kanal

Während der Kontaktsperre hätten seine Fans aber auf den streitbaren Wirt verzichten müssen. Wie gut, dass es Youtube gibt, wo Kay Fräder ganz einfach über seinen Kanal „Friedchen’s TV‘ weiter seine 109 Abonnenten bedienen konnte.

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Doch nicht alle Ideen funkten wirklich. Um Gäste zu locken, engagierte er an einem Abend einen DJ, doch nur fünf Gäste folgten der Einladung.

Während des Corona-Shutdowns sank der Umsatz in den Friedchen-Filialen auf 20 Prozent des Normalniveaus, schätzt Fräder. Momentan sieht er sich bei 40 Prozent „auf dem Weg zu 50“.

Das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen

Eigentlich gibt es kaum noch spürbare Einschränkungen für Restaurant-Besucher. Deshalb führt Fräder die bleibende Zurückhaltung der Kunden auf deren erschüttertes Vertrauen zurück.

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„Bei unseren Auslieferungen haben uns die Kunden das Essen manchmal nur mit ganz langem Arm abgenommen oder wir haben das Geld auf der Türschwelle gefunden, die Leute haben uns gar nicht aufgemacht“, so Fräder. Dieses Vertrauen, so fürchtet er, wird nicht vor 2021 wieder hergestellt sein.

Ein neues Projekt lässt Corona vergessen

Diese Erfahrungen hat Fräder aber weitgehend abgehakt. Aktuell denkt er vor allem an sein neues Projekt. Die Verträge sind zwar noch nicht unterzeichnet, doch Kay Fräder verrät trotzdem etwas.

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„Wir planen einen Hotel- und Gastronomie-Betrieb am Möhnesee.“ „Friedchen‘s an der Möhne“ soll es heißen und der Motorrad-Fan Fräder erfüllt sich einen ganz speziellen Herzenswunsch: Es wird ein Biker-Hotel.

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