Kehrtwende im Namensstreit um „FunDOmio“ - Erotikseite lenkt ein

rnFreizeitpark in Dortmund

Überraschende Wende im Namensstreit um „FunDOmio“: Die Erotikseite „Fundorado“ hat ihre Forderung zurückgezogen, dass der Freizeitpark in Dortmund seinen Namen ändert - unter einer Bedingung.

Dortmund

, 10.07.2020, 14:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei manchen Nachrichten entwickeln sich die Dinge schnell: Nur wenige Stunden, nachdem bekannt geworden war, dass der temporäre Freizeitpark „FunDOmio“ in Dortmund wegen seines Namens eine Abmahnung des Erotik-Portals „Fundorado“ bekommen hatte, ist der Rechtsstreit zwischen beiden Parteien beendet.

Dortmunds Schausteller-Chef und „FunDOmio“-Organisator Patrick Arens war vergangenen Freitag (3.7.) von den Anwälten der „Fundorado“-Betreiber unter Androhung einer Klage aufgefordert worden, „unverzüglich“ den Freizeitpark umzubenennen. „Fundorado“ berief sich darauf, dass sein Name bereits vor 20 Jahren als schützenswerte Wortmarke eingetragen sei und der Name des Freizeitparks ihr zu ähnlich sei.

Hatte der Betreiber der Erotikseite - das Kommunikationsunternehmen „Freenet“ - auf Anfrage dieser Redaktion noch am Freitagmittag (10.7.) schriftlich mitgeteilt, dass man sich nicht zu laufenden Rechtsstreitigkeiten äußern will, rief eine Stunde später eine Unternehmenssprecherin an. Mit einer ganz anderen Nachricht.

Freenet will Schaustellern keine weiteren wirtschaftlichen Probleme machen

„Wir werden den Vorgang abbrechen“, sagte sie. Man wolle den Schaustellern, die momentan wegen der Corona-Krise eine schwere Zeit haben, nicht weitere wirtschaftliche Schwierigkeiten bereiten.

Bei Freenet betont man aber, dass es sich bei der Entscheidung um eine Ausnahme handele. Man sei nach wie vor überzeugt, dass der Namen des Freizeitparks eigentlich zu sehr der geschützten Wortmarke „Fundorado“ ähnle. Die entsprechende Abmahnung sei ein Standardverfahren gewesen.

Jetzt lesen

Sollten Dortmunds Schausteller dauerhaft eine Veranstaltung mit dem Namen „FunDOmio“ organisieren, müssten sie das Gespräch mit Freenet suchen. Bisher ist das jedoch nicht geplant: Stand jetzt endet der Freizeitpark mit den Sommerferien am 11. August.

Schausteller-Chef Arens erfuhr erst durch den Anruf unserer Redaktion von dem Ende des Rechtsstreits: „Das ist ja super, das freut uns sehr“, sagte er in einer ersten Reaktion.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt