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Kein Tempo 30 auf der Lichtendorfer Straße - auch nicht zur Schulwegsicherung

rnGrundschule Sölderholz

Erst gab es ein Missverständnis, dann die Klarstellung vom Tiefbauamt. Kein Tempo 30 auf der Lichtendorfer Straße in Höhe Bodieckstraße. Jetzt soll eine Sondergenehmigung helfen.

Sölderholz

, 23.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist ein Thema, das schon lange Zeit in aller Munde ist. Zumindest bei Eltern der Schüler, die das Gebäude der Lichtendorfer Straße in Sölderholz an der Bodieckstraße besuchen. Und auch das Lehrerkollegium ist der Meinung, dass etwas passieren muss. Es geht um eine Tempo-30-Zone auf der Lichtendorfer Straße in Höhe der Bodieckstraße.

Denn an der kleinen Wohnstraße, die schon seit Langem eine Tempo-30-Zone ist, liegt die Dependance der Lichtendorfer Grundschule. Und die Schüler, die die Schule besuchen, müssen eben oftmals die Lichtendorfer Straße queren. Und gerade im Bereich der Bodieckstraße ist das nicht immer ohne. Die Straße ist aus Richtung Süden abschüssig und trotz Tempo 50 wird hier zumindest gefühlt schneller gefahren.

Die Hoffnung auf Tempo 30 beruhte auf einem Missverständnis

Jetzt gab es die Hoffnung, dass es vielleicht die Möglichkeit gäbe, auch auf der Hauptstraße einen Tempo-30-Bereich einzurichten. Auch kommunale Politiker waren der Meinung, dass es hier eine Möglichkeit gäbe. Ein Schreiben der Verwaltung bestärkte die Meinung. Doch stellte sich das Ganze als großes Missverständnis heraus. Das machte Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamtes der Stadt Dortmund, in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Aplerbeck deutlich.

Es ging nämlich, aus Sicht der Mitglieder der BV, um einen gewissen Abstand, die eine Schule zu einer Hauptverkehrsstraße haben müsse, damit es zu einer Geschwindigkeitsreduzierung kommen könnte. Nur: Das stellte sich als falsch heraus. „Es gibt einen Ministerialerlass, der sagt, eine Einrichtung wie ein Kindertagesstätte oder ein Schule muss über einen unmittelbaren Zugang zu einer Hauptverkehrsstraße verfügen und dann kann in diesem Bereich eine Strecke von 300 Meter mit Tempo 30 ausgewiesen werden“, sagt Sylvia Uehlendahl.

Kein Tempo 30 auf der Lichtendorfer Straße - auch nicht zur Schulwegsicherung

Die Lichtendorfer Grundschule verteilt sich auf zwei Gebäude. Das eine ist an der Römerstraße und dieses hier an der Bodieckstraße. © Jörg Bauerfeld

Es sei auch keine „Kann-Regel“ sondern eine „Muss-Regel“, die nicht anders umsetzbar sei. Die Diskussion über eine Entfernung zur Kreuzung sei schlichtweg falsch. „Der Zugang der Schule muss an der Hauptverkehrsstraße liegen“, so Sylvia Uehlendahl. Ein großes Missverständnis zwischen Verwaltung und Politik, das aber eine große Hoffnung bei der Grundschule weckte, nun aber einen herben Dämpfer erhalten hat.

So ganz möchte Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel die Sache aber nicht auf sich beruhen lassen. Es sei einfach gefährlich an dieser Stelle für die Schüler der Grundschule und man müsse etwas tun, um diese Stelle für den Schulweg sicherer zu machen. Auch wenn es, so wie es im Schreiben der Stadt steht, sich hier um eine unauffällige Unfall-Lage handele. Eine Ausdrucksweise, die laut Sylvia Uehlendahl aber normal und eben nicht falsch zu interpretieren sei.

Eltern sind bei gefährlicher Situation nur schwer zu überzeugen

Aber was nun? „Wir haben ein ganz großes Interesse daran, Eltern zu gewinnen, dass ihre Kinder wieder öfter zu Fuß zur Schule gehen. Je gefährlicher das Straßennetz drumherum ist, umso schwieriger ist es, die Eltern zu überzeugen“, sagt Barbara Blotenberg (Grüne). Und damit die Geschichte mit dem Tempo-30-Bereich auf der Lichtendorfer Straße nicht zu den Akten gelegt wird, wird der Aplerbecker Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel einen Brief an den Oberbürgermeister Ullrich Sierau und an die Bezirksregierung schicken, um um eine Sondergenehmigung zu bitten.

„Für uns ist Tempo 30 nach wie vor eine wichtige Sache“, sagt Sybille Bösel, kommissarische Schulleitung der Lichtendorfer Grundschule. „Montags, wenn wir vom Schwimmen kommen und der Busfahrer uns an der Haltestelle an der Lichtendorfer Straße rauslässt, müssen wir über die Straße und es hat schon haarige Situationen gegeben“. Zum Glück sei noch nie etwas passiert.

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