Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Keine einzige Beschwerde über das Festi Ramazan in Dortmund – dennoch gibt es Kritik

rnFesti Ramazan

Staus, Lärm, Hupkonzerte: Trotzdem gibt es über das „Festi Ramazan“ in Dortmund bisher keine Beschwerden. War die Kritik viel Lärm um Nichts? Ein Fazit kurz vor der Halbzeit.

Dortmund

, 14.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Am 3. Mai 2019 startete auf dem Parkplatz E am Remydamm in Dortmund das „Festi Ramazan“. In Europa ist das für Moslems der größte Treffpunkt im Fastenmonat Ramdan – und nicht nur für Moslems: Zu Besuch sind auch Gäste, die mit dem Islam nichts zu tun haben, sondern einfach nur mal gucken wollen. Beschwerden – zum Beispiel über das befürchtete Verkehrschaos oder Veranstaltungslärm – hat es bisher nicht gegeben.

Keine Beschwerden bei den Behörden

Der Stadt Dortmund und der Polizei seien bisher keine Klagen über das „Festi Ramazan“ vorgetragen worden. Das berichteten Sprecher beider Behörden auf Anfrage. „Das Festival läuft reibungslos“, berichtete Sprecherin Ceren Kaya. Auch sie stellt fest: „Keine einzige Beschwerde“.

Jetzt lesen

Dennoch fühlen sich Anwohner gestört. Und zwar zu später Stunde: „Vor allem in der Abreisephase von 23.30 bis 24 Uhr wird es lauter“, berichtet ein Nachbar. Autofahrer, die zu später Stunde den großen Parkplatz an der Maurice-Vast-Straße verlassen wollen, würden im Stau stehen und hupen. Erst, weil es nicht vorangeht. Dann, um sich von anderen Autofahrern zu verabschieden. Das zu ahnden, ist schwierig: Wer da hupt und die Nachtruhe stört, ist aus der Distanz nicht zu ermitteln. Der Anwohner: „Da kann man nichts machen.“

Schilder gegen das Hupen

Die Veranstalter wollten Schilder aufstellen und Autofahrer darum bitten, nicht zu hupen. Ein Anwohner sagte, dass die Staus auf dem Parkplatz vermeidbar wären, wenn, wie angekündigt, eine Schranke als direkte Zufahrt zur Bundesstraße 54 geöffnet würde. Doch es sei niemand da, der die Schranke öffnen könnte.

Wir haben bei der Stadt Dortmund nachgefragt, warum die Schranke nicht geöffnet worden ist. Die Stadt verweist auf den Parkplatz-Betreiber „Dopark“. Das ist ein Tochterunternehmen der Stadt. „Dopark“ jedoch verweist an das Tiefbauamt. Nur dieses Amt sei ermächtigt, die Schranken zu bedienen.

Ein Dopark-Sprecher sagte, dass das Hupen keiner Gruppe genau zuzuordnen sei. Verantwortlich könnten auch Konzertbesucher der Westfalenhalle oder BVB-Fans sein. Das hänge vom Zeitpunkt ab.

Gast aus der Partnerstadt

Prominenter Gast war am Sonntag (13. Mai 2019) der neu gewählte Oberbürgermeister der Dortmunder Partnerstadt Trabzon, Murat Zoroglu. Trabzon liegt an der Schwarzmeerküste in der Türkei.

Er bedankte sich bei allen Beteiligten für das Festival. Am Donnerstag (16. Mai) erwarten die Festival-Veranstalter die Anwohner der Brünninghauser Straße und der Joseph-Scherer-Straße zu einem gemeinsamem Rundgang.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt

Ruhr Nachrichten Fastenmonat Ramadan

So verbringt ein Dortmunder Muslim Ramadan auf der Arbeit und mit der Familie

Mahdi Khalil ist Muslim und arbeitet in einem Dortmunder Architekturbüro. Trotz der beruflichen Belastung fastet er jeden Tag. Dadurch könne er sogar noch konzentrierter arbeiten. Von Said Rezek

Lesen Sie jetzt