Kerngesunde Johannes-Gesellschaft

DORTMUND Allen Prophezeiungen über Unwägbarkeiten im Gesundheitswesen zum Trotz, schreibt die St.-Johannes-Gesellschaft, zu der vor allem das Johannes-Hospital gehört, weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Der Umsatz stieg auf 136,9 Mio. Euro (133,3 waren es 2005), das Eigenkapital erhöhte sich auf 53,7 Mio. Euro (von 51,2). Rote Zahlen? Unbekannt.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 27.09.2007, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kerngesunde Johannes-Gesellschaft

Flaggschiff innerhalb der St.-Johannes-Gesellschaft in das Johannes-Hospital mit seinen 570 Betten.

80 Prozent Patientensteigerung. Kann der Mann vor lauter Stress noch aus den Augen sehen? Prof. Dr. Markus Kohlhaas, Chefarzt der Augenklinik am St.-Johannes-Hospital, erfreut sich mit seinem Team höchster Beliebtheit bei den Patienten. Seit Dienstantritt steigerte der neue Klinikchef die Fallzahl im stationären Bereich von 1811 auf 3244. Dafür stellte die St.-Johannes-Gesellschaft ein halbes Dutzend Augenärzte mehr ein.

Über 26.000 Patienten

Insgesamt behandelte das Joho im letzten Jahr 855 (oder 3,36 %) Patienten stationär mehr. Statt 25.434 im Jahr 2005 waren es 26.289. Die Verweildauer ging knapp zurück von 6 auf 5,9 Tage. Durchgestartet ist auch das ambulante OP-Zentrum am St.-Johannes-Hospital mit 1 748 (2006) statt 14 21 (2005) Operationen. Das macht sich vor allem auch in der Gynäkologie von Chefarzt Priv.-Dozent Dr. Georg Kunz bemerkbar. Hier gab‘s eine deutliche Verschiebung hin zum ambulanten OP-Zentrum. Die stationäre Fallzahl fiel von 4 355 auf 4.013 und stieg im OP-Zentrum von 798 auf 974 Patientinnen.

Tolle Helfer

Von 2189 Mitarbeitern (0,5 Prozent weniger als 2005) innerhalb der Gesellschaft sind allein 1521 im Joho beschäftigt. „Wir haben seit Jahren einen überproportionalen Zuwachs im ärztlichen Bereich. Seit 2000 beträgt dieser bestimmt 10 Prozent“, verkündet Geschäftsführer Nierhoff stolz. Großen Verdienst am Erfolg der Gesellschaft haben aber auch die Ehrenamtlichen. Über 130 dieser Helfer leisten einen wesentlichen Beitrag innerhalb der Betreuung der Patienten, Bewohner und Jugendlichen. Und 152 junge Menschen standen 2006 in ihrer Ausbildung zum Kranken- und Gesundheitspfleger.

Mehr als  60 Mio. Euro verbaut

Verwaltungsratsvorsitzender Klein rechnet vor, dass die Johannes-Gesellschaft seit ihrer Gründung 1998 bis Ende 2005 insgesamt 60,5 Mio. Euro Bauinvestitionen gestemmt habe, finanziert durch Eigenmittel in Höhe von 67 Prozent, Darlehen von 9,1 % und Fördermittel des Landes im Anteil von 23,4 %. Letztes Jahr wurden weitere 7 Mio. Euro ausgegeben. Für den Neubau des Zentrallabors (4,6 Mio.) flossen vom Land 3,3 Mio. Euro.

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