Kerstin Föllmanns Cottage-Garten hat eine gute Stube und eine Jagdhütte

rnGartenserie „Querbeet“

Jeden Tag verbringt Kerstin Föllmann rund fünf Stunden in ihrem Garten in Kirchlinde. Gartenarbeit ist für sie Erholung. Blickpunkt sind zwei spezielle Hütten.

Kirchlinde

, 25.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Überall muss es summen, brummen, zwitschern, bunt leuchten und duften. „Wir wollen der Natur mit unserem Garten etwas zurückgeben“, beschreibt Kerstin Föllmann, was sie bewegt, soviel Energie in ihren Garten zu stecken.

Gemeinsam mit ihrem Mann Wolfram hat sie sich in den vergangenen Jahren nicht nur ein Natur-Reservat geschaffen, in dem Insekten und Vögel Futter und Nistmöglichkeiten finden, sondern das hohen Ansprüchen an die Gartengestaltung gerecht wird.

Im Stil englischer Cottage-Gärten

Der Garten hinter dem Haus an der Heribert-Straße ist nach Art englischer Cottage-Gärten konzipiert. Der Garten hat verschiedene Bereiche, die mit Wegen miteinander verbunden sind. Es gibt keine Stelle, von der aus man den ganzen Garten überblicken kann.

Die Blätter einer Platane bilden das schattige Dach einer Laube.

Die Blätter einer Platane bilden das schattige Dach einer Laube. © Holger Bergmann

Dadurch wirkt das Grundstück riesig. Überall gibt es Sitzgruppen, meist in einer kleinen Laube, umrankt von Rosen oder anderen Ranken.

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Insgesamt wachsen bei den Föllmanns über 30 Rosen. Eine Laube besteht aus den Ästen einer Pappel, die Blätter sorgen für Schatten im Sommer.

Liebevoll dekorierter Bauwagen

Herausragend gestaltete Elemente des Garten sind zwei Hütten. Die eine ist ein ehemaliger Bauwagen, den Wolfram Föllmann zuerst als Spielhütte für die Tochter gekauft und umgebaut hatte. Später wurde sie zu einer Abstellkammer und dient heute als Teestube, die Kerstin Föllmann mit historischem Porzellan und Möbeln dekoriert.

In der „Jagdhütte“ sorgen Antiquitäten für den Charme einer traditionellen „Guten Stube“.

In der „Jagdhütte“ sorgen Antiquitäten für den Charme einer traditionellen „Guten Stube“. © Holger Bergmann

Das liebevoll „Jagdhütte“ genannte Häuschen ist Wolfram Föllmanns Gestaltungsraum. Dort hat er sich aus Antiquitäten eine kleine „Gute Stube“ eingerichtet mit vielen authentischen Details, wie Lichtschaltern aus Bakelit.

Beide Häuschen passen sich harmonisch und reichhaltig dekoriert in das Gesamtbild ein.

Wilde Tiere kommen zu Besuch

Das Paar wird für seine Bemühungen um einen natürlichen Garten mit dem Besuch vieler Tiere belohnt. Dank einer Wildtier-Kamera konnte Wolfram Fölling herausfinden, dass ein Fuchs gerne die Äpfel stiehlt, die die Gartenbesitzer für die Vögel ausgelegt hatten.

Diese Badewanne sorgt an heißen Tagen tatsächlich für Abkühlung.

Diese Badewanne sorgt an heißen Tagen tatsächlich für Abkühlung. © Holger Bergmann

Und auch Fasane sind regelmäßige Gäste in dem Garten. Das liegt an der direkten Nähe des Grundstücks zum Naturschutzgebiet Dellwiger Bach-Tal. Die ruhige Lage hat aber auch einen Nachteil. In der Nachbarschaft gab es mehrere Einbrüche. Die Diebe kamen durch die nicht einsehbaren Gärten.

Diese Laube ist neu. An dem Gerüst sollen in Zukunft Rosen ranken.

Diese Laube ist neu. An dem Gerüst sollen in Zukunft Rosen ranken. © Holger Bergmann

Darauf ließen die Föllmanns einfach Brombeeren am Ende ihres Gartens wachsen. Mittlerweile ist daraus eine Hecke geworden, die jeden Versuch, sie zu durchdringen oder zu überwinden, unmöglich macht.

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