Ketten verdrängen lokale Händler

ECE-Einkaufscenter

DORTMUND Die lokalen und regionalen Händler sollten eigentlich viel Platz im neuen ECE-Einkaufscenter auf dem Thiergelände einnehmen. So war es geplant. Doch es kommt anders. Die großen nationalen und internationalen Ketten werden klar dominieren.

von Von Bettina Kiwitt

, 28.07.2009, 14:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Anbieter-Mix sollte zunächst wie folgt aussehen: 32% bundesweite und 25% internationale Filialisten, 24% lokale und 19% regionale Händler. Das heißt, die regionalen und lokalen hätten allein fast die Hälfte der 150 Händler ausgemacht. Mittlerweile haben sich die Prozente zu Ungunsten der heimischen Anbieter verschoben. Köhler rechnet nur noch mit etwa 25% regionalen und lokalen Händlern. Da zählt er auch einen Axel Vosschulte aus Dortmund mit, der mit seinem Store Concept ebenfalls klar bei den Filialisten einzuordnen ist. Er wird mit Street One ins Erdgeschoss ziehen, mit Cecil ins erste Obergeschoss. Ob er auch mit Ecco-Schuhe antreten wird, ist noch nicht endgültig geklärt. „Sicherlich kann man auf die Douglas und Esprit dieser Welt schimpfen, aber Tatsache ist, dass die Leute dort kaufen und die Unternehmen daher expandieren“, sagt Köhler. Ihm selbst ist kein einziger Name eines Mieters zu entlocken. „Wir haben bisher auch noch keinen Mietvertrag gegengezeichnet. Es kann noch zu Verschiebungen kommen“.

ECE hätte im Übrigen liebend gern regionale und lokale Händler im Center. „Wir sind immer offen für Gespräche.“ Aber für die kleineren Händler sei es zurzeit extrem schwierig, an Kapital zu kommen, weiß Köhler. Mancher, der sich interessiert gezeigt habe, habe vor dem Hintergrund des unternehmerischen Risikos einen Rückzieher gemacht. Und darum ziehe im Gegenzug der Filialisierungsgrad an. Wer einen ganz guten Eindruck davon bekommen möchte, welchen Anbietermix das Center bieten wird, sollte sich die Ernst-August-Galerie in Hannover, ebenfalls von ECE projektiert, anschauen. Köhler: „Das ist ein gutes Vergleichsobjekt.“ 

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