Erst gab es die Lolli-Tests nur an Grund- und Förderschulen, nun werden sie auch in den Dortmunder Kitas eingesetzt. © picture alliance/dpa
Ferienzeit

Kinder im Corona-Testzentrum: Wo gibt’s die angenehmsten Tests?

In den Ferien sind auch Grundschüler auf Testzentren angewiesen. Viele Eltern wünschen sich dort für ihre Kinder einen Lolli-Test. Wir haben nachgefragt, welche Teststellen das anbieten.

Auch für Grundschüler fallen in den Herbstferien die regelmäßigen Corona-Kontrollen in den Schulen weg. Daher müssen sie sich in Testzentren auf das Virus testen lassen. Viele Eltern möchten ihren Kindern einen unangenehmen Nasen- oder Rachenabstrich ersparen und wünschen sich sogenannte Lolli-Tests.

Dabei geben die Kinder eine Speichelprobe ab, indem sie 30 Sekunden auf einem Wattestäbchen lutschen. Da es sich um einen PCR-Test handelt, muss er anschließend in einem Labor ausgewertet werden. Anders als bei einem Antigen-Schnelltest liegt das Ergebnis also nicht direkt vor.

Lolli-Tests in den Testzentren knapp

In den Dortmunder Testzentren sind Lolli-Tests nicht leicht zu finden: Auf Anfrage der Redaktion gaben zahlreiche Betreiber an, diese nicht anzubieten. Im Drive-In-Testzentrum an den Westfalenhallen soll sich das jedoch bald ändern. „Wir werden ab Anfang nächster Woche Lolli-Tests anbieten“, sagt Standortleiter Frank Paßmann. Er hofft, dass die Tests ab Dienstag (19.10.) verfügbar sein werden.

Auch das Testzentrum an der Galopprennbahn Dortmund hat Lolli-Tests bestellt. Sprecherin Kathrin Schickle-Berger geht davon aus, dass diese im Laufe der Woche ankommen werden. „Für Kinder bieten wir allerdings auch Spucktests an. Diese sind schon jetzt verfügbar“, sagt sie. Bei diesen Tests werden die Wangen der Kinder zuerst leicht massiert, um den Speichelfluss anzuregen. Dann spucken sie die Probe in einen Behälter. Ein Ergebnis gibt es in 15 Minuten – eine Auswertung im Labor ist nicht notwendig.

„Keine schlechten Erfahrungen“ mit Abstrich-Entnahme bei Kindern

Laut mehreren Betreibern von Dortmunder Testzentren ist eine klassische Schnell-Testung bei den meisten Kindern aber auch kein Problem. „Wir bieten durch entsprechende Antigentests an, dass der Abstrich im vorderen Nasenbereich abgenommen werden kann“, erklärt Torben Vogler, Senior Projektleiter und Leitung Corona bei Zotz Klimas.

An der gleichen Stelle entnehmen auch die Tester in den Zentren der Prävent GmbH den Abstrich. Probleme mit ängstlichen Kindern gäbe es kaum. „Die Stimmung ist insgesamt gut“, sagt Fabian Bargmann, der verantwortlich für das Produktmanagement bei Prävent ist.

Wilko Meiborg, Leiter des Covid-Zentrums im Konzerthaus Dortmund, hat bislang ebenfalls „keine schlechten Erfahrungen“ mit Corona-Tests bei Kindern gemacht. In seinem Zentrum werden die Abstriche aus dem Rachenraum entnommen. Einige Kinder wären zwar anfangs etwas unsicher, größeren Probleme gäbe es bisher jedoch nicht.