Kinder von Stadt-Mitarbeitern sollen eine Betriebs-Kita bekommen

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Die Stadt ist mit mehr als 10.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Region – Zeit für eine betriebliche Kindertagesbetreuung, sagt die SPD. Will sie Stadtmitarbeiter bevorzugen?

Dortmund

, 27.08.2019, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Vorstoß kam bereits vor der Sommerpause von der SPD-Fraktion im Ratsausschuss für Personal und Organisation: Die Verwaltung solle ein Konzept zur betrieblichen Betreuung von Kindern städtischer Mitarbeiter auf den Weg bringen. Gedacht ist dabei entweder an eine Betriebskita oder an Belegplätze bei bestehenden Trägern, wie zum Beispiel bei der städtischen Kinderbetreuung Fabido. Unterstützung erhielt die SPD vom Personalrat der Stadt.

Mit der betrieblichen Kinderbetreuung könne sich die Stadt mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als moderner und attraktiver Arbeitgeber positionieren, so die SPD. Das Angebot der Betreuungszeiten soll sich am Bedarf der Beschäftigten orientieren, einschließlich Randzeiten. Mit Blick auf die Vielzahl städtischer Dienststellen sei es notwendig, neben einer zentralen Betriebskita auch Belegplätze in bestehenden Tageseinrichtungen zu prüfen, um die „Bringwege der Eltern optimal zu gestalten“, heißt es in dem SPD-Antrag.

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Faires Verfahren sicherstellen

Mit Ausnahme von FDP/Bürgerliste, die darin eine Privilegierung städtischer Mitarbeiter sieht, wollten sich die anderen Fraktionen diesem Antrag nicht verschließen, zumal die bisherigen Kitaplätze in Dortmund ohnehin nicht reichen. Doch auch die CDU-Fraktion will eine Bevorzugung der städtischen Mitarbeiter bei Fabido-Plätzen vermeiden. Hier müsse ein Modus gefunden werden, der dies sicherstelle und ein faires Verfahren gewährleiste, so der personalpolitische Fraktionssprecher Dr. Jendrik Suck.

Daraufhin verzichtete die SPD auf den Passus in ihrem Antrag, dass Fabido als „leistungsstarker städtischer Träger“ in die Planung einzubeziehen ist.

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Betriebskita auch für Nachbarskinder offen

Ob ein solcher Betriebskindergarten eine Fabido-Einrichtung sein könnte oder ein anderer Träger infrage kommt, werde zu prüfen sein, meinte Grünen-Sprecher Ulrich Langhorst. Für Fabido würde eine Betriebskita eine Ausweitung personeller und weiterer Ressourcen bedeuten, betonte Dr. Petra Tautorat von der Fraktion Linke & Piraten. Friedhelm Sohn (SPD) erklärte dagegen, Fabido bringe sehr gute Leistungen und habe „noch Luft nach oben“.

Zur umstrittenen Privilegierung städtischer Mitarbeiter erläuterte Sohn, dass in Betriebskindergärten auch Kinder aus der unmittelbaren Nachbarschaft aufgenommen würden. Das sei auch im Konzept der Stadt zu berücksichtigen.

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