Kirchenglocken läuten am Freitag um 18 Uhr - der Hintergrund ist ernst

Dortmunder Gemeinden

Das wird richtig laut: In Dortmund die Glocken vieler Kirchen läuten, sowohl die katholischen als auch die evangelische Kirche beteiligen sich an der Aktion. Dafür gibt es einen traurigen Grund.

Dortmund

von Benjamin Trilling

, 22.07.2021, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Dortmund läuten am Freitag die Kirchenglocken.

In Dortmund läuten am Freitag die Kirchenglocken. © Stephan Schütze (A)

Die Glocken vieler Dortmunder Kirchen werden am Freitag ab 18 Uhr läuten. An der Aktion beteiligen sich die katholische und die evangelische Kirche.

Sie wollen damit der Opfer der Flutkatastrophen gedenken und ein Zeichen für die Betroffenen setzen.

„Die Betroffenen benötigen nun vor allem konkrete, tatkräftige Unterstützung. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Menschen in diesen Tagen spontan und freiwillig solche Hilfe leisten“, sagt dazu Annette Kurschus, leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Westfalen. Am Freitag gehe es darum, „unsere Not und unser Erschrecken vor Gott zu tragen, stellvertretend für viele, die sprachlos sind, und um Gottes Beistand und Trost für die Opfer zu bitten“.

Gottesdienst für Flutopfer

Ob an diesem Abend alle Kirchglocken erklingen, sei aber noch unklar: „Ob das gelingt, hängt davon ab, wie schnell sich der Aufruf verbreitet“, sagt Michael Bodin von der Katholischen Pressestelle Dortmund. Die Dortmunder Propsteikirche schließt sich etwa der Aktion an und lädt im Anschluss zum Gottesdienst ein (18.30 Uhr).

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Zum Glockenläuten kommt es außerhalb von Gottesdiensten nur selten, wie Bodin erläutert: „Damit es nicht inflationär wird.“ Zuletzt ertönten die Kirchenglocken anlässlich der Corona-Toten.

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Dortmund am Abend

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