Kirchenglocken übertönen Neonazis

Wickeder Hellweg

25 Neonazis haben am Montagabend am Wickeder Hellweg in Wickede mit Sprechparolen gegen Flüchtlingsheime demonstrieren wollen. Doch wegen lauter Kirchenglocken wurden sie kaum gehört.

WICKEDE

, 02.03.2015, 20:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kirchenglocken übertönen Neonazis

Mit Plakaten solidarisierten sich die Gegendemonstranten mit Flüchtlingen in Dortmund.

Einmal mehr standen sich am Montagabend am Wickeder Hellweg etwa 25 Neonazis, 15 Antifa-Zugehörige und rund 140 Gegendemonstranten gegenüber. Die Glocken der Evangelischen Kirche sowie die Trillerpfeifen und Sprechchöre der Gegendemonstranten übertönten die Neonazis.

Die versuchten, ihren dumpfen Parolen gegen die Flüchtlingsheime und in diesem Fall speziell gegen das geplante an der Morgenstraße wie gehabt via Mikrofon und auf ein Auto gestellte Lautsprecherboxen Gehör zu verschaffen.

Viele Unterstützer des Gegenprotests

Viele Politiker wie etwa

die Ratsvertreter Friedhelm Sohn (SPD), Claudia Plieth, Wolfram Frebel (beide Bündnis 90/Die Grünen) und Utz Kowalewski (Die Linke) sowie Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (SPD) oder sein Stellvertreter Ulf Katler (CDU) schlossen sich den Gegendemonstranten genauso an wie viele Vertreter aus Kirche, Verwaltung und anderen örtlichen Organisationen.

Die zahlenmäßig stark vertretene Polizei hatte die Lage im Griff, der Verkehr auf dem Hellweg wurde nicht unterbrochen. Ohne größere Zwischenfälle löste sich die Demonstration ab 20 Uhr auf.

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