Kirchentag bringt prominente Gäste nach Dorstfeld

rnEvangelischer Kirchentag

Der evangelische Kirchentag vom 19. bis 23. Juni wird in der ganzen Stadt spürbar sein. Auch in Dorstfeld wird es zahlreiche Veranstaltungen geben - und das nicht nur in Kirchengemeinden.

Dorstfeld

, 21.04.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 19. bis 23. Juni stehen in Dorstfeld nicht die Kirchen, sondern ein ganz weltliches Gebäude im Mittelpunkt: Die Deutsche Arbeitswelt-Ausstellung Dasa am Friedrich-Henkel-Weg wird zum Zentrum für den Dialog zwischen Christen, Juden und Muslimen.

Und das bringt sehr prominenten Besuch nach Dorstfeld. Höhepunkt ist am Samstag (22. 6.) um 11 Uhr die Teilnahme von Bundespräsident a.D. Christian Wulff an einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Nicht nur der Islam gehört zu Deutschland“. Diskussionspartner sind unter anderem die frühere Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özugus und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime Aiman A. Mazyek.

Ausstellungen begleiten den Kirchentag

Das Programm an den Hauptveranstaltungstagen von Donnerstag bis Samstag beginnt jeweils mit Bibelarbeiten, auch hier im christlich-jüdischen und christlich-muslimischen Dialog. Danach folgen Vorträge und Diskussionen mit bekannten Theologen der beteiligten Religionen, aber auch Offenes Singen sowie Filme und Konzerte.

Neben der schon laufenden Dasa-Sonderausstellung „Stop and Go“ gibt es zwei weitere Ausstellungen speziell zum Kirchentag unter dem Titel „Die Bibel. Buch der Juden, Buch der Christen“ und „Miteinander – Juden, Christen und Muslime. Ein Kalender aus Nordrhein-Westfalen“.

Vortrag über den Dortmunder Rabbiner Benno Jacob

Aus Dortmunder Sicht besonders interessant sind ein Vortrag über Benno Jacob als „Dortmunder Rabbiner und Kämpfer gegen Antisemitismus“ mit dem Göttinger Bibelwissenschaftler Hans-Christoph Aurin.

Gleich mehrere Dortmunder Beteiligte gibt es bei verschiedenen Workshops am Samstag. Der Sprecher des Dortmunder Rates der Muslime, Ahmad Aweimer, spricht beim „christlich-muslimischen Friedensdialog“ unter dem Titel „Starke Kraft zum Frieden“ und später gemeinsam mit Ute Guckes vom Vorbereitungskreis Interreligiöses Gebet Dortmund beim Workshop „Interreligiöser Dialog im Ruhrgebiet“, der evangelische Pfarrer Friedrich Stiller stellt das Fußballturnier der Religionen als interreligiöses Projekt vor.

Programm in Dorstfeld

Programm gibt es aber auch in Dorstfelder Kirchengemeinden. Im Gemeindezentrum der Elias-Kirchengemeinde, Fine Frau 8, und im Haus des CVJM an der Wittener Straße 12 öffnet an jedem Abend von Donnerstag bis Samstag von 21 Uhr bis Mitternacht ein Gute-Nacht-Café. Beim CVJM finden außerdem jeweils um 22 Uhr Tagzeiten-Gebete statt und am Freitag um 19 Uhr ein Feierabendmahl.

In der St. Barbara-Kirche wird am Samstag um 13 Uhr zu einem „Mittagstisch der Migrationskirchen“ eingeladen, verbunden mit einer Ikonenausstellung und einem Vortrag über die rumänisch-orthodoxe Kirche in Dortmund.

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