Kirchentag gibt Rückenwind für „Friday for Future“-Bewegung

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Der Kirchentag gibt der „Friday for Future“-Bewegung Rückenwind. Die Aktivistin Luisa Neubauer warb am Donnerstag um die Unterstützung der Kirche für die Klimaschutz-Bewegung.

Dortmund

, 20.06.2019, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Luisa Neubauer ist das wohl bekannteste Gesicht der „Friday for Future“-Bewegung in Deutschland. Und sie hatte bei ihrem Auftritt bei einem Podiumsgespräch zum Thema Klimaschutz in der Westfalenhalle 3 ein Heimspiel.

Schon als sie die Bühne betrat, brandete Applaus der 4000 Zuhörer auf. Und die Klimaaktivistin nutzte den Rückenwind. „Werdet zu unseren Verbündeten. Schließt Euch uns an“, warb sie um Unterstützung für die „Fridays for Future“-Bewegung.

Kirchentag gibt Rückenwind für „Friday for Future“-Bewegung

Mit 4000 Zuhörern gut besucht war die Klimaschutz-Diskussion in der Westfalenhalle 3. © Oliver Volmerich

Unterstützung bei ihrem Anliegen nach mehr Einsatz für den Klimaschutz bekam sie auch von anderen Podiumsteilnehmern. „Der Klimawandel ist der Armutstreiber Nummer eins“, sagte „Brot für die Welt“-Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel. Sie forderte eine „mutige Regierung“, die das international vereinbarte Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, in einem nationalen Klimaschutzgesetz festhält.

Klimanotstand in Dortmund

„Zu dem Mut gehört auch, die Kosten zu nennen – auch die, die entstehen, wenn wir nichts tun. Denn die sind viel höher“, sagte Füllkrug-Weitzel. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm forderte auch die Kirche selbst auf, mit gutem Beispiel voranzugehen.

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Auch Dortmunder Aspekte kamen bei dem Podium zur Sprache, als Vertreter des Projekts „Wege zur Nachhaltigkeit“ auf die Bühne kamen. Christian Nähle vom Dortmunder Umweltamt kündigte dabei unter Beifall der 4000 Zuhörer an, dass der Rat der Stadt im Juli über den Klimanotstand entscheiden werde.

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