Ist Tempo 30 die Lösung für die überlastete Kirchlinder Kreuzung?

rnVerkehr in Kirchlinde

Nahe der A45 kommt es auf der Straße „Bärenbruch“ oft zu Staus. Die Kirchlinder Kreuzung ist überlastet. Jetzt gibt es einen Lösungsvorschlag – der jedoch nicht alle Probleme beseitigt.

Kirchlinde

, 28.01.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die sogenannte Kirchlinder Kreuzung von Kirchlinder Straße, Frohlinder Straße und Bärenbruch mutiert täglich zum unfreiwilligen Parkplatz für Autofahrer, die in Richtung Marten, Westrich, Castrop-Rauxel oder zum Autobahn-Zubringer OWIIIa unterwegs sind.

Zur und von der OWIIIa bilden sich insbesondere im Berufsverkehr lange Staus rund um die Kirchlinder Kreuzung. „Teils stehen die Autofahrer einen Kilometer in jede Richtung“, sagt Anwohner Hubertus Feldmann.

Er sorge sich um die Schadstoffbelastung rund um die Kreuzung und auch um die Lärmbelästigung für die Bewohner der angrenzenden Häuser. Schließlich liegt der Jahresdurchschnitt für den westlichen Teil der Kirchlinder Straße bei 9100 Autos pro Tag, der der Straße „Bärenbruch“ sogar bei mehr als 21.000 Autos.

Feldmann fordert die Lokalpolitiker auf, eine Lösung zu finden

„Es gibt kaum einen Stadtteil, der so stark frequentiert ist“, sagte Hubertus Feldmann in der Dezember-Sitzung der Bezirksvertretung Huckarde. Er forderte die Lokalpolitiker auf, eine Lösung zu finden, um den Verkehr rund um die Kreuzung zu entzerren.

Während sich die Bezirksvertreter noch im Dezember ratlos zeigten, weil zahlreiche Lösungsvorschläge aus den vergangenen Jahren nicht umgesetzt wurden, hat sich nun die Grünen-Fraktion eingeschaltet.

Wie hier auf der Frohlinder Straße staut sich der Verkehr rund um die Kirchlinder Kreuzung.

Wie hier auf der Frohlinder Straße staut sich der Verkehr rund um die Kirchlinder Kreuzung. © (A) Holger Bergmann

„Die Grünen haben mir Hilfe angeboten“, sagt Hubertus Feldmann. „Es muss sich jetzt etwas tun, sonst gründe ich eine Bürgerinitiative.“ Zunächst wolle er aber abwarten, was der Antrag der Grünen-Fraktion bewirke.

Tempo 30 soll den Verkehr entzerren und die Luft verbessern

„Wir halten eine Tempo-30-Zone an der Kirchlinder Kreuzung für sinnvoll“, sagt Grünen-Fraktionssprecher Kaan Eker. Dieser Antrag werde auch Teil der Sitzung der Bezirksvertretung Huckarde am 29. Januar (Mittwoch) sein.

Die Kreuzung sei derzeit ein gesundheitsschädigender Ort, so der Bezirksvertreter. Das könne sich mit Einrichtung einer Tempo-30-Zone ändern. „Das würde zu weniger Beschleunigungsvorgängen führen und damit zur besseren Luft. Zudem würde der Verkehr fließender gestaltet.“

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Die 30er-Zone soll auf der Kirchlinder Straße zwischen Zollernstraße und Littgenloh auf knapp 600 Metern Länge entstehen. Auf der Frohlinder Straße und der Straße „Bärenbruch“ soll die 30er-Zone auf knapp 700 Metern von der Sümpelmannstraße bis zur Revierstraße reichen.

Damit sei das Zentrum des täglichen Staus abgedeckt, so Kaan Eker. Ein Problem, das hiermit allerdings nicht gelöst wird: die Anzahl der Autos, die die Kreuzung passieren. Dennoch bringe dieser Lösungsvorschlag eine Erleichterung, ist sich die Grünen-Fraktion sicher.

Am 29. Januar wird die Bezirksvertretung Huckarde entscheiden, ob der Antrag an die Verwaltung weitergereicht wird.

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