Klaus Schäfer will wieder in den Dienst

Neonazi-Affäre

Der nach seiner Teilnahme an einer Neonazi-Demonstration vom Dienst beurlaubte frühere Feuerwehrchef Klaus Schäfer will an seinen alten Arbeitsplatz im Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Stadt zurückkehren und seine Forschung fortsetzen.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 22.10.2010, 05:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klaus Schäfer will wieder in den Dienst

Ex-Feuerwehrchef Klaus Schäfer nahm am 30. April 2010 an einer Neonazi-Demo teil.

Die Stadt könne ihm nichts Strafbares nachweisen. Für den früheren Feuerwehr-Chef liegt es auf der Hand, an seinen alten Arbeitsplatz im Institut im Technologiezentrum in Eichlinghofen zurückzukehren. „Die Stadt kann mich aufgrund meiner Qualifikation in keinem anderen Bereich einsetzen.“ Für den Fall, dass die Justiz entscheiden müsse, rechnet sich Schäfer gute Chancen aus: Ein Vergleichsfall liegt in Baden-Württemberg, wo eine bei der DKP politisch aktive Lehrerin – vergeblich – aus dem Schuldienst entfernt werden sollte.

Kontakte im NRW- und Bundesinnenministerium hätten seine Auffassung in zwei Punkten bestätigt: Die Teilnahme an der Neonazi-Demo sei eine Dummheit gewesen.Die Stadt habe arbeitsrechtlich nichts gegen ihn in der Hand. Kontakte zur Neonazi-Szene habe er nicht mehr.   „Die linke Szene hat das Gerücht gestreut, dass ich Agent des Verfassungsschutzes sei. Das war keine gute Empfehlung.“ Für die Justiz ist Schäfer in anderer Sache ein wichtiger Zeuge: Er hatte die Organisatoren der Loveparade in Duisburg in Sicherheitsfragen beraten und vor genau dem Unglücksfall gewarnt, der später zur Katastrophe geführt habe.

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