Zufahrt gesperrt: Dortmunder Kleingärtner kommen nur noch zu Fuß in ihre Anlage

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Kleingärtner im Dortmunder Norden sind sauer. Wegen einer Baustelle können sie ihre Anlage seit Wochen nicht mit dem Auto erreichen. Doch eine überraschende Lösung scheint in Sicht.

von Marc Dominic Wernicke

Nordstadt

, 10.12.2019, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Mitglieder eines Kleingartenvereins in der Nordstadt sind sauer. Seit drei Wochen können sie nicht mehr mit dem Auto an ihre Gartenanlage an der Burgholzstraße heranfahren.

Der Grund dafür ist eine Baustelle, die noch bis ins neue Jahr dort bleiben wird. „Wir Kleingärtner sind überhaupt nicht im Vorfeld über das Ausmaß dieser Arbeiten informiert worden“, klagt Theo Olsberg. Seit 45 Jahren hat er in der Kleingartenanlage Hansa seinen Garten.

Der einzige Parkplatz ist nicht mehr erreichbar

Mit dem Auto können er und die anderen Vereinsmitglieder die Zufahrt an der Burgholzstraße nicht erreichen. Der kleine Parkplatz des Gartenvereins liegt innerhalb der Anlage, kann also nicht genutzt werden

„In der näheren Umgebung kann man nicht parken, daher können wir unsere Gärten derzeit nur zu Fuß besuchen“, sagt der 75-jährige Kleingärtner. Gerade für die älteren Mitglieder des Vereins wie ihn sei dies jedoch kaum möglich.

Sorge um Feste und Veranstaltungen

Auch das Vereinsheim könne nicht im vollen Umfang genutzt werden. „Einige Vermietungen mussten schon abgesagt werden und ich frage mich, wie wir dort unsere Weihnachtsfeier veranstalten sollen, wenn wir nicht mit dem Auto anreisen können“, sagt Theo Olsberg.

Grund für die Sperrung der Zufahrt ist eine Kanalbaumaßnahme der DEW21. Die lässt an der Westseite der Burgholzstraße ab der Kreuzung mit der Eber- und Eisenstraße bis nach Eving neue Heißwasserleitungen verlegen.

Zufahrt gesperrt: Dortmunder Kleingärtner kommen nur noch zu Fuß in ihre Anlage

Der Blick aus der Zufahrt auf die Burgholzstraße. Nur zu Fuß kommen die Kleingärtner hier durch. © Marc D. Wernicke

Die Arbeiten haben am 28. November begonnen und sollen vier Monate dauern – also noch bis Ende März 2020, wenn alles glatt geht.

Die Baustelle ist Teil eines größeren Projektes: DEW21 möchte die sogenannte Osttrasse bauen, die die gesteigerten Wärmemengen von den Deutschen Gasrußwerken nördlich des Hafens in die Dortmunder Innenstadt transportieren soll.

Es könnte eine Umleitung geben

Allerdings ist eine schnellere Lösung für die Kleingärtner in Sicht: „Von der Bauüberwachung wurde uns gesagt, dass man für uns eine Umleitung in die Gartenanlage einrichten könnte“, sagt Theo Olsberg.

DEW21-Pressesprecher Ole Lünnemann bestätigt dies auf Nachfrage. Ein klärendes Gespräch mit den Kleingärtnern solle am Mittwoch (11. Dezember) stattfinden.

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Ein Weg über Metallplatten von der Ostseite der Burgholzstraße zur Zufahrt sei zwar nicht möglich, weil der Mittelstreifen der Straße mit alten Platanen bewachsen sei, deren hochliegende Wurzeln beschädigt werden könnten.

Aber es sei möglich, einen bislang ungenutzten Zugang am Nordrand der Kleingartenanlage für die Dauer der Baustelle zu öffnen. Dieser sei mit einklappbaren Begrenzungen der Feuerwehr und Blumenkübeln der Kleingärtner versperrt, die kurzfristig entfernt werden könnten.

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