Kleyer Meisen suchen sich einen kuriosen Brut-Ort aus

Vögel

Es gibt sie noch, die seltsamen Bruthöhlen der heimischen Vögel. Einen ganz speziellen Ort haben sich Meisen an der Awo-Begegnungsstätte in Kley ausgesucht.

von Uwe Paulukat

Oespel

, 17.05.2019, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kleyer Meisen suchen sich einen kuriosen Brut-Ort aus

Die kleinen und großen Meisen sitzen im Aschenbecher der Awo-Begegnungsstätte in Kley. © Uwe Paulukat

Da hat sich ein Meisenpärchen einen seltsamen Ort für ein Nest und die Aufzucht ihrer Brut gesucht: einen Metallaschenbecher an der Hauswand der Awo-Begegnungsstätte in Kley. Aufgefallen ist es einer Kollegin des Oespeler Awo-Kassierers Günter Semp: „Eigentlich wollte sie ihre Asche hineintun, sah aber plötzlich einen kleinen Vogel herauskommen. Da wir im letzten Jahr schon einmal so etwas an einer anderen Stelle beobachtet hatten, habe ich den Aschenbecher vorsichtig geöffnet. Darin lagen neun kleine Eier. Natürlich habe ich den Ascher sofort wieder geschlossen. Nach acht Tagen waren die Eier ausgebrütet und man hörte ein leises Piepen aus den Öffnungen.“ Etwa zwei Wochen sei das her. Inzwischen sind die Jungen gewachsen.

Wer sich auf eine Bank setzt, wird beschimpft

Sollte sich jemand auf die benachbarte Bank setzen, wird er von dem gegenüberstehenden Baum aus regelrecht beschimpft, erzählt Günter Semp. Sei der „Störenfried“ gegangen, werde wieder eine Öffnung im Aschenbecher angeflogen und eine Meise verschwinde im Gehäuse und füttere die Jungen.

Alle Besucher der Begegnungsstätte sind begeistert, dass es die Jungvögel gibt. „Man hört und sieht ja heute kaum noch freilebende Vögel in unserem Umfeld“, so eine Besucherin, „ist doch toll, dass wir so etwas hier haben“.

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