Klinikum: 2008 droht keine Insolvenz

DORTMUND Ein Defizit von gut 13 Millionen Euro wird für das Klinikum in 2007 erwartet. Der Jahresabschluss dürfte Anfang Juni vorliegen. Klinikum-Chefin Mechthild Greive betonte gegenüber der Rot-Grün-Fraktion: "In diesem Jahr besteht auf keinen Fall Insolvenzgefahr."

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 07.05.2008, 06:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bleibt in der Diskussion: Dortmunds größtes Krankenhaus.

Bleibt in der Diskussion: Dortmunds größtes Krankenhaus.

Mechthild Greive gab vor Rot/Grün eine erste Einschätzung der ernsten Situation. Ihr zur Seite stehen Experten eines renommierten externen Beratungsunternehmens, die bis zur Aufsichtsratssitzung am 12. Juni nachhaltige Sanierungskonzepte vorlegen sollen. Zur Erinnerung: Durch das so genannte Zukunftsabkommen I wurden seit 2004 über 25 Millionen Euro am Klinikum eingespart. Dies reicht bei weitem nicht. Die schlechter werdenden Rahmenbedingungen in der Krankenhausfinanzierung produzieren neue, noch größere Löcher.

Die finanzpolitische Sprecherin der SPD, Jutta Starke, bringt wieder die Bestellambulanzen in Erinnerung. Sie refinanzieren sich nicht und könnten auf der Streichliste stehen. An die Adresse privater Klinkbetreiber gerichtet, meint Starke: „Auch die bekommen Probleme bei Investitionen vor dem Hintergrund der Bankenkrise.“

Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums, Daniela Schneckenburger (Grüne), erwartet von den Beratern mehrere Alternativvorschläge.

Schlagworte:

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt