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Klinikum Dortmund bekommt für über 20 Millionen Euro einen Neubau im Klinikviertel

rnGroßbauprojekt startet

Das Warten ist vorbei: In wenigen Wochen startet das Dortmunder Klinikum mit seinem lange geplanten Neubau am Standort Mitte in der Beurhausstraße. 166 Patienten sollen dort Platz finden.

Klinikviertel

, 26.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Im April starten die Gründungsarbeiten, im Juli die Arbeiten für den Rohbau: Zwei Jahre später als ursprünglich geplant, beginnt das Dortmunder Klinikum jetzt mit der Realisierung seines bereits 2017 geplanten Anbaus an der Beurhausstraße. Er soll linker Hand des Haupthauses ungefähr in Höhe der Parkplätze entstehen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 21,4 Millionen Euro und wird nach Angaben von Klinikum-Sprecher Marc Raschke „vom Klinikum in Eigenleistung und ohne Landesmittel finanziert.“

Zehn Geschosse hoch, soll der Anbau mit dem zu sanierenden Bestandsgebäude (A2) verbunden werden und quasi eine Einheit bilden. Dahinter steht das Konzept, größere Bettenstationen herzustellen. „Wir brauchen mehr Platz“, sagt Raschke. 166 Betten soll der Anbau erhalten, inklusive 13 Einzelbettzimmer für Privatpatienten auf der achten Etage.

Geriatrie wird aufgestockt

Im Untergeschoss des Hauses wird die 14 Plätze große Dialyse angesiedelt, die eine ebenerdige Zufahrt erhält. Die oberen Geschosse werden für die Erweiterung der Neurologie und für Teile der Augenklinik benötigt. Obendrein bietet der Neubau die Chance, die Geriatrie (Altersheilkunde) auf zusammenhängenden Stationen anzusiedeln und sie von 70 auf 76 Betten aufzustocken. Zurzeit ist die Geriatrie im alten Dudenstift, der früheren Frauenklinik, untergebracht. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen werden.

Die Aufstockung der Geriatrie hat ihren Grund: Die Zahl der älteren Patienten steigt stetig. 2017 wurden im Klinikum 1249 stationäre Geriatrie-Patienten gezählt. 2018 waren es bereits 1400, was einem Plus von rund 13 Prozent entspricht. Die Zahlen werden weiter nach oben gehen, heißt es im Klinikum. Fürs laufende Jahr 2019 rechne man ebenfalls mit zweistelligen Zuwachsraten. Für Raschke liegt der Grund auf der Hand: „Das sind die Auswirkungen der demografischen Entwicklung, die Bevölkerung wird eben immer älter.“

Ein Teil der Parkplätze fällt weg

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit soll der Neubau im Dezember 2021 in Betrieb genommen werden. Klinikum-Sprecher Raschke geht davon aus, dass damit zumindest ein Teil der rund 30 Parkplätze an der Beurhausstraße verloren geht. Das sei aber kein Problem. „Wir haben unser Parkhaus, da lassen sich fast immer freie Plätze finden.“ Das Dortmunder Klinikum verfügt über insgesamt rund 4200 Mitarbeiter und über zusammengerechnet 1420 Betten an den beiden Standorten Mitte und Fredenbaum.

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