Knacki Deuser beschert mit seiner Comdian-Auswahl einen spaßigen Abend im Spiegelzelt

rnFestival Ruhrhochdeutsch

Ein souveräner Moderator und vier Comedians - das ist „Der Deuser Mix“: Knacki Deuser hat mit seiner Gäste-Auswahl wieder für humorvolle Stunden im Spiegelzelt am Rheinlanddamm gesorgt.

von Britta Helmbold

24.08.2019, 00:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Bitte, begrüßen Sie mich.“ Mit diesen Worten stürmt Knacki Deuser gewohnt munter die Bühne im Spiegelzelt am Freitag. Der quirlige Comedian aus Köln präsentiert – wie schon in den vergangenen Jahren – wieder sein Programm-Format „Der Deuser Mix“ beim Festival Ruhrhochdeutsch.

Der Gründer des legendären NightWash-Comedy-Clubs moderiert nicht nur den unterhaltsamen Abend. Er sorge für Struktur, so Deuser, damit das Publikum wisse, wann Pause ist – und es sich nicht um eine Länge im Programm handle.

Kai Magnus Sting ist der Star unter den Gästen

Doch Deuser gibt natürlich auch einige Anekdoten zum Besten – zwischen den rund 20-minütigen Auftritten seiner vier Gäste: die noch relativ jungen Stand-up-Comedians Mazi und Osan Yaran, Quotenfrau Vera Deckers sowie der Star dieses Deuser Mixes – Kai Magnus Sting, der Schnellsprecher unter den Kabarettisten.

Den Auftakt macht Mazi, der Hamburger mit iranischen Eltern. Er spielt mit seinem Migrationshintergrund, erzählt von seiner Identitätskrise, denn er werde immer für einen Inder gehalten. Als er mit H & M-Klamotten in die Schule kommt, wird er gefragt: „Selbst genäht?“ Als „Ausländer“ erlebe er lustige Dinge – und von denen berichtet er. In der Bahn zeigt er der Kontrolleurin sein Semesterticket sowie seinen deutschen Personalausweis, und sie bedankt sich mit „thank you“.

Spiel mit Migrationshintergrund

Auch Osan Yaran, ein Berliner mit türkischen Eltern, setzt auf das Spiel mit Klischees aufgrund seines Migrationshintergrunds. Voll integriert habe er sich gefühlt, als er zu zwei Schwaben im Wedding sagte: „Hier wird deutsch gesprochen.“ Zu seiner türkischen Hochzeit seien 900 Leute gekommen. Hätte ausgesehen wie die Neueröffnung eines Arbeitsamtes und seine vier deutschen Kollegen wie die Sachbearbeiter.

Zwischen den Auftritten der beiden „Neulinge“ der Comedy-Szene lästert Vera Deckers amüsant über Heidi Klum, Helikopter-Mütter, Hipster-Bärte und Optimierungswahn. Die Kölnerin berichtet, dass sie eigentlich Psychologin sei, aber den Ausstieg geschafft habe. Nur das Helfersyndrom sei geblieben, sie nehme Hunde auf. Eine Freundin meinte: „Vera, das ist meiner.“

Zusatztermin im September

Zum krönenden Abschluss des heiteren Abends begeistert Kai Magnus Sting die Zuschauer mit einigen Episoden aus seinen Programmen: vom vergeblichen Versuch, Butterkuchen zu kaufen, bis hin zum Zahnarztbesuch, der alles andere als erfreulich verläuft. Bereits im Juni gastierte der Duisburger Kabarettist mit seinem Programm „Und ich sach noch!“ im Spiegelzelt, nun gibt es einen Zusatztermin: Am 22. September, 14 Uhr, ist Sting wieder beim Festival zu sehen.

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