Knie-OP im Homeoffice? Kurioses Video aus dem Klinikum zeigt, wie’s geht

Corona-Lockdown

In Zeiten des Corona-Lockdowns hat die Arbeitswelt vielerorts Video-Konferenzen kennen und schätzen gelernt. Aber geht so etwas auch in einem OP-Saal des Dortmunder Klinikums?

Dortmund

10.05.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Klinikum Dortmund hat ein OP-Video ins Netz gestellt – allerdings mit Augenzwinkern.

Das Klinikum Dortmund hat ein OP-Video ins Netz gestellt – allerdings mit Augenzwinkern. © Dieter Menne

Sind Video-Konferenzen auch eine Option im OP-Saal? Mit einem Augenzwinkern ist das Klinikum Dortmund dieser Frage in einem kurzen Video nachgegangen.

„Wir zeigen mit vier Kolleginnen und Kollegen aus der Klinik für Orthopädie eine Knie-OP als Konferenz-Schaltung“, berichtet der Leiter der Unternehmenskommunikation, Marc Raschke, der die Idee zu dem Youtube-Video hatte. „Der Bildschirm ist entsprechend in vier Felder aufgeteilt, als würde man quasi Skype, Zoom oder einen ähnlichen Anbieter nutzen.“

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In Eigenregie produziert

Das Video, das er zusammen mit seiner Team-Kollegin Annika Haarhaus in Eigenregie konzipiert und produziert hat, sei während der Lockdown-Phase entstanden, in der ein gewisser Teil an Operationen im Klinikum abgesagt werden musste, um Intensivmedizin-Kapazitäten für Covid19-Patienten freizuhalten, erläuterte Raschke auf der Klinikum-Homepage.

Der Einbau von Knie- oder Hüftprothesen gehört zu diesen Operationen, die keine Notfälle seien, sondern zeitlich gut steuer- und wählbar vorgenommen werden könnten, so Raschke.

Spaß an der Arbeit

In dem Video operieren vier Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in voller Montur jeweils an einem Tisch im Büro: Chefarzt, OP-Pflegerin, Assistenzärztin sowie Anästhesist. Es werden unter anderem eine Narkose gegeben, Instrumente angereicht und ein künstliches Knie-Gelenk eingebaut - nur der Patient fehlt den Ärzten im Homeoffice.

„Das Video soll zeigen, dass wir über die Zeit des Lockdowns unseren Spaß an der Arbeit nicht verloren haben und hier eine ganz besondere Form der Zusammenarbeit und Kultur besteht“, sagt der Krankenhaussprecher, der schon für seine originellen Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet wurde.

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Zugleich, so Raschke, sei es quasi auch ein Abschluss der Homeoffice-Zeit und ein Startschuss in das weitgehend übliche OP-Programm. Jetzt fahre das Klinikum nämlich seine OP-Kapazitäten wieder hoch, steuer- und wählbare Eingriffe seien wieder möglich.

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