Köder mit Nägeln und Schrauben ausgelegt

Hundehasser?

Das hätte schlimm enden können: Ein Dorstfelder hat am Wochenende am Emscherpfad Würste entdeckt, die mit Nägeln und Schrauben gespickt waren. Offenbar ist in Dorstfeld ein Hundehasser unterwegs.

DORSTFELD

13.11.2013, 02:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Mein Tierarzt hat mir bestätigt, dass der Hund daran durchaus qualvoll hätte verenden können“, berichtet der auch am Dienstag noch geschockte Hundebesitzer. Umso besser, dass Tochter Desirée aufmerksam und vor allem reaktionsschnell agierte, als Bacon am Samstag plötzlich in Richtung eines Gebüsches zog. „Wir waren so gegen 13 Uhr mit ’Bacon‘ und unserer französischen Bulldogge ’Ringo‘ am Emscherpfad unterwegs“, erinnert sich Meyer zurück, „als Bacon in der Nähe des Sportplatzes unverhofft die Richtung änderte. Er hatte wohl Witterung von etwas Fressbarem aufgenommen.“ Kurz bevor der Hund den für ihn offenbar verlockenden Happen verschlucken konnte, riss die 13-Jährige den Hund allerdings zurück – und rettete ihm so unter Umständen das Leben.

Denn als Stephan Meyer und Tochter Desirée nachschauten, was denn solch eine Anziehungskraft auf die Bulldogge hatte, entdeckten sie eine gut 15 Zentimeter lange Wurst im Gebüsch. „Das kam mir komisch vor“, beschreibt der Hundebesitzer seine Gefühle, „vor allem, weil die Wurst der Länge nach aufgeschnitten war.“ Daher verpackte er die Wurst in einen Kotbeutel und nahm sie mit nach Hause, um sie näher unter die Lupe zu nehmen. „Schon beim Durchschneiden merkte ich Widerstand, machte das Messer Geräusche, als ob es auf Metall schneiden würde.“ Was sich anschließend bestätigte. Die Wurst war komplett mit Nägeln und Schrauben versetzt.  Meyer sagte, er habe die Polizei verständigt. Die sei nach seiner Aussage auch vor Ort gewesen. Das konnte Polizeisprecher Marco Müller auf Anfrage jedoch nicht bestätigen.

Wer auf solch eine gemeine Idee kommt, dass weiß auch Stephan Meyer nicht, macht sich aber Sorgen, dass weitere gefährliche Köder auftauchen könnten. Und ist mit seiner Angst nicht alleine, wie die empörten Reaktionen im sozialen Netzwerk Facebook belegen. „Ich habe den Vorfall sofort gepostet. Mittlerweile haben gut 4000 User meinen Beitrag geteilt. Ich hoffe, dass hilft, den oder die Täter in Zukunft von solchen Taten abzuhalten.“ 

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