Koehler’s, Ex-Starbucks, Café Central, De Luca: Das tut sich in Dortmunds Gastro-Szene

rnRestaurant-Schließungen

Kann das Kult-Café Koehler‘s doch noch gerettet werden? Was tut sich im früheren Starbucks gegenüber dem Europabrunnen? Aktuell tut sich viel im Hintergrund in Dortmunds Gastro-Landschaft.

Dortmund

, 08.08.2018, 13:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dortmunds Gastro-Szene bleibt in Bewegung. Aktuell vergeht kaum eine Woche ohne Schließung, ohne neue Pläne oder ohne Neueröffnung. Wir geben einen Überblick:

Café Koehler‘s an der Wißstraße

Eine Schließung treibt die Dortmunder seit Wochen besonders um: die von Café Koehler‘s an der Wißstraße. Ende August ist Schluss. Es soll aber mehr als zehn ernsthafte Interessenten geben, die das Kult-Café weiterführen wollen. Derzeit sondieren die beteiligten Rechtsanwälte der Hauseigentümer und des früheren Pächters, der SolArgent Gastronomie, die Bewerber.

Aktuell werden die unterschiedlichen Konzepte geprüft. Fest steht nur, dass es an der Adresse Wißstraße 22 keine Systemgastronomie geben soll. Noch läuft das normale Café-Geschäft, aber ohne Mittagstisch und ohne Feinkost im traditionellen Ambiente. Alle Beteiligten hoffen, dass eine Nachfolge in diesem lieb gewonnenen, altmodischen Stil möglich wird. Allerdings geht niemand von einem nahtlosen Übergang aus.

Deshalb wird es wohl am 31. August zur Betriebsschließung kommen mit der Hoffnung auf den baldigen Neubeginn unter neuer Pacht.

Koehler’s, Ex-Starbucks, Café Central, De Luca: Das tut sich in Dortmunds Gastro-Szene

Im Eckhaus gegenüber C&A mit der Adresse „Ostenhellweg 19“ (Bildmitte) war einst Starbucks. © Peter Bandermann (Archiv)

Alter Starbucks-Standort am Ostenhellweg

Auch an anderer Stelle fragen sich Passanten, was demnächst dort passiert. Dort, das ist die Adresse Ostenhellweg 19. Eigentlich liegt der Hauseingang am Willy-Brandt-Platz, vis à vis zum Europaplatz. Bis Ende März residierte Starbucks im Erdgeschoss. Seither wird das Café zurückgebaut. Dr. Martin Tschoke erklärt aus Sicht der Eigentümer: „Seit über 100 Jahren gibt es an dieser Stelle in Dortmund Gastronomie. Das soll auch so bleiben.“ Wer Nachfolger von Starbucks wird, sagt er nicht. „Wir sind noch in Verhandlungen.“

Der Rückbau nach Auszug von Starbucks hielt für die beauftragte Firma W&M Ladenbau einige Überraschungen bereit. So musste der vorgesetzte Wintergarten komplett verschwinden, dahinter tat sich eine schwere Beton-Scheibe auf, die aufwendig zerschnitten werden musste. Eine Mitarbeiterin, die ihren Namen nicht in der Öffentlichkeit lesen will, erzählt weiter, dass der alte Bierschacht, der bis in den Keller reichte, komplett entfernt werden musste.

Die frühere Pflasterung zum Willy-Brandt-Platz muss wieder hergestellt werden. Dies aber könne erst jetzt geschehen, so die Mitarbeiterin, weil die Pflasterarbeiten extra produziert werden mussten. „Die Stadt Dortmund hatte keine mehr davon auf Lager“, sagt sie. Bis Ende August soll der Rückbau beendet sein.

Café Central am Kirchplatz hinter St. Marien

Auf dem Kirchplatz hinter St. Marien wird weiter kräftig gewerkelt. Wie berichtet, erfährt der beliebte Bier-Treffpunkt „Gänsemarkt“ ein Face-Lifting und soll bald wieder an den Start gehen. Aber gleich gegenüber herrscht tote Hose. Das Café Central ist seit Mitte letzter Woche geschlossen. Wie es dort weitergehen soll, war bis jetzt nicht zu erfahren.

De Luca am Rheinlanddamm

Auch der frühere Edel-Italiener De Luca am Rheinlanddamm 199 ist geschlossen. Aus dem schicken Restaurant gleich neben der B1 hatte sich die Dortmunder Gastronomen-Familie De Luca vor sechs Jahren zurückgezogen, aus Altersgründen. Das große Restaurant mit 140 Sitzplätzen innen und 60 im Außenbereich erlebte seither mehrere Betreiber-Wechsel.

Sohn Ciro De Luca, der gemeinsam mit Dortmunds einzigem Sternekoch Michael Dyllong der Kopf hinter dem feinen Restaurant Vida an der Hagener Straße ist, ärgert sich, dass immer noch sein Familienname über dem Restaurant am Rheinlanddamm steht. „De Luca darf dort nicht mehr benutzt werden“, sagt er auf Anfrage dieser Redaktion.

Wie es im früheren elterlichen Restaurant weitergeht, darüber hat er nichts gehört

Sushi-Bar an der Hansastraße

Geschlossen ist auch die Sushi-Bar an der Hansastraße gegenüber dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Das japanische Restaurant hatte erst Anfang des Jahres geöffnet.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt