„Könnt ihr nicht ein Auge zudrücken?“ - Wall-Raser bietet Polizisten Geld

Polizei-Kontrolle auf Wall

Polizeibeamte kontrollierten in der Nacht zu Samstag einen mutmaßlichen Raser, der auf dem Wall unterwegs war. Der versuchte, sich mit fraglichen Mitteln aus der Affäre zu ziehen.

Dortmund

, 07.07.2019, 14:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Könnt ihr nicht ein Auge zudrücken?“ - Wall-Raser bietet Polizisten Geld

Der Wall ist seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für junge Autofahrer, die sich ein Rennen liefern wollen. © Archiv/Oliver Schaper

Gegen 1 Uhr morgens fiel Polizeibeamten in der Nacht zu Samstag ein 25-jähriger Bochumer auf. An der Kreuzung Schwanenwall/Hamburger Straße hielt er mit seinem BMW auf dem linken Fahrstreifen an einer roten Ampel, wo er laut Polizei durchs offene Fenster Kontakt mit einem Fahrer auf dem mittleren Fahrstreifen aufnahm.

Bei Grün ließ der Bochumer den Motor nach Angaben der Polizei laut aufheulen und schoss los, der andere Fahrer habe seine Fahrt hingegen „angepasst“ fortgesetzt. Mit Blaulicht und Martinshorn setzten die Polizeibeamte dem Bochumer nach und konnten ihn schließlich am Burgwall zum Halt bewegen.

Zweifelhaftes Angebot des Rasers

Der Mann stritt den Vorwurf, ein Rennen gefahren zu sein, ab, verstrickte sich laut Polizei jedoch in Widersprüche. Dann pokerte er richtig hoch. In der Mitteilung der Polizei heißt es: „Er äußerte zudem, dass auch in anderen Ruhrgebietsstädten Rennen gefahren würden und ob die Polizeibeamten nicht ein Auge zudrücken könnten. Um weiterfahren zu dürfen, bot er den Beamten Geld an.“ Er habe sein Angebot sogar noch erhöht, als die Beamten nach dem Führerschein fragten.

Das habe jedoch keinen Einfluss auf die polizeilichen Maßnahmen gehabt, wie in der Mitteilung betont wird. Die Beamten beschlagnahmten demnach Führerschein und Schlüssel des geliehenen BMW und wiesen den Fahrer auf ein vorläufiges Fahrverbot hin.

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