Kollegin überfallen: Bewährungsstrafe nach Pfefferspray-Attacke

Landgericht Dortmund

Um sich ein bisschen "Taschengeld" für eine geplante USA-Reise zu beschaffen, überfiel ein Verkäufer im Juni 2016 eine Kollegin. Die Frau war gerade auf dem Weg, die Tageseinnahmen zur Bank zu bringen, als sie mit Pfefferspray attackiert wurde. Ins Gefängnis muss der geständige Angeklagte für diese Tat nicht.

DORTMUND

22.02.2017, 14:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess hatte er zwar eingeräumt, das Spray eingesetzt zu haben. Und natürlich konnte er auch nicht leugnen, dass er nur deshalb auf dem Parkplatz eines Handelsbetriebs gewartet hatte, um die Tasche mit dem Geld an sich zu bringen. Letztendlich hatte er sein Vorhaben aber aus freien Stücken abgebrochen.

Als seine Kollegin nämlich mit geschwollenen Augen und mehreren Knochenbrüchen im Becken- und Rückenbereich auf dem Boden lag, hätte er die Tasche nur ergreifen müssen, um sein ursprüngliches Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Ich wollte aber nur noch weg“, sagte der 25-Jährige vor Gericht. Inzwischen habe er eingesehen gehabt, was für einen Mist er da gebaut hatte. Ein Raubversuch war damit vom Tisch.

Die Richter beließen es deshalb bei einer Verurteilung zu 18 Monaten Haft auf Bewährung – wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Kollegin, die im Prozess als Zeugin aussagen musste, kann ihrem Kollegen die Tat nicht verzeihen. Sie hat bis heute ständig Rückenschmerzen.

 

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