Komplette Siedlung bald ohne Denkmalschutz

Anwohner änderten zu viel

Zu viel im Garten gewerkelt: Die Werkssiedlung Oberdorstfeld steht bislang unter Denkmalschutz, doch ihr Denkmalwert ist untergegangen. Schuld daran tragen laut Stadt die Anwohner und ihr Spaß an Umbauten.

DORSTFELD

13.11.2013, 13:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die ehemalige Bergbau-Siedlung in Oberdorstfeld .

Die ehemalige Bergbau-Siedlung in Oberdorstfeld .

Insgesamt zählte die Stadt jetzt 400 Verstöße gegen die Denkmalbereichs- und die Gestaltungssatzung. Deshalb plant die Stadt, den Denkmalwert der Siedlung auch offiziell aufzugeben und die Denkmalsbereichssatzung von 1993 sowie die Gestaltungssatzung von 1984 aufzuheben und durch eine neue Gestaltungssatzung zu ersetzen. Die Siedlung wurde zwischen 1913 und 1919 als Wohnsiedlung für Bergarbeiter der Zeche Dorstfeld errichtet. Es handele sich um eine „wunderschöne Siedlung“, sagte Bau- und Planungsdezernent Martin Lürwer. Sie soll deshalb in ihrer Struktur erhalten werden. „Doch wir können nicht detektivisch hinter den vielen Verstößen her sein und sie ahnden. Da überholt uns das Leben. Das würde auch vor Ort keine Akzeptanz erfahren“, glaubt Lürwer.

Die neue Gestaltungssatzung werde sich besonders auf die grünen Vorgärten, die verputzten Fassaden und die charakteristische Kubatur und Gliederung der Gebäude konzentrieren, kündigt der Dezernent an. Ein Informationsschreiben an alle Haushalte der Siedlung soll die Bewohner über die neue Situation informieren und dazu auffordern, bei der Aufstellung der neuen Gestaltungssatzung mitzuwirken.

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