Kontrollen auf dem Wall: Beifahrer droht Polizisten mit Baseballschläger

Tuner- und Raserszene

Bei ihren Kontrollen der Raser- und Tunerszene hat die Polizei so viele Fahrzeuge kontrolliert, dass es Staus auf dem Wall gab. Zu den Kontrollierten gehörte auch ein wehrhaftes Paar.

Dortmund

, 11.04.2021, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Wall in Dortmund - hier ein Archivbild einer früheren Kontrolle - hat es am Samstagabend erneut Kontrollen gegeben.

Auf dem Wall in Dortmund - hier ein Archivbild einer früheren Kontrolle - hat es am Samstagabend erneut Kontrollen gegeben. © Thomas Thiel (Archiv)

Die Dortmunder Polizei hat am Samstagabend erneut die Raser- und Tunerszene überwacht. Fast 500 Fahrzeuge und 750 Personen haben die Polizisten auf dem Wallring kontrolliert. Gleich zweimal sei den Beamten ein Paar aus Witten aufgefallen, heißt es in einer Pressemitteilung am Sonntagmittag. Der augenscheinlich alkoholisierte Beifahrer habe die Polizisten mit einem Baseballschläger bedrohen wollen.

Beide Fahrzeuginsassen erhielten laut Polizei eine Strafanzeige und einen Platzverweis. Dennoch sei das Pärchen noch einmal auf dem Wall in Erscheinung getreten und sei gegen 23.30 Uhr bei einem Geschwindigkeitsverstoß erwischt worden. Dem Paar drohte die Ingewahrsamnahme, hätte es den Platzvereis noch einmal missachtet. Daraufhin hätten die Wittener die Szenerie aber verlassen.

Kontrollen auch im Hafen und auf Phoenix-West

Wer mit seinem Auto auf andere Bereiche der Stadt ausweichen wollte, musste ebenfalls mit Platzverweisen rechnen. So stellte die Polizei mehrere Autos in der Speestraße im Hafen fest, und auch im Bereich Phoenix-West hätten sich Szeneangehörige angesammelt, so die Polizei.

Augenzeugen berichteten von mehreren Staus, zu denen die Kontrollen auf dem Wall geführt hätten. Weil so viele Fahrzeuge kontrolliert wurden, staute sich der Verkehr zeitweise an den polizeilichen Kontrollstellen zurück.

200 Platzverweise und 30 Corona-Verstöße

Insgesamt sprach die Polizei nach eigenen Angaben 200 Platzverweise aus, vier Fahrzeuge wurden aus technischen Gründen sichergestellt. Hier soll ein technisches Gutachten erstellt werden. Die Beamten schrieben 16 Ordnungswidrigkeitsanzeigen aufgrund von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, und verhängten 100 sonstige Verwarngelder. Außerdem gab es 30 Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung.

Gegen 2 Uhr waren die Kontrolleinsätze beendet. Beschwerden oder Notrufe seitens der Anwohner des Walls habe es nicht gegeben, so die Polizei.

Seit mehreren Wochen führt die Polizei Schwerpunktkontrollen in Dortmund durch. Ihr Zweck: Raser, Tuner und Poser aus Dortmund zu vergrämen und Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu verhindern beziehungsweise zu ahnden.

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Dazu ist etwa auch das erlaubte Tempo auf dem Wall in den Nachstunden ab 21 Uhr dauerhaft auf 30 Stundenkilometer verringert worden.

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