„Schnauze“ – Bei neuer Konzertreihe ist Singen verboten

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Das Dietrich-Keuning-Haus bringt zwei neue Livemusik-Reihen an den Start. Konzeptionell sollen sie Neues für Dortmund und seine Musikszene bringen. Und auch ein anderes Publikum ansprechen.

Dortmund

, 18.02.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Livekonzert ohne Gesang? Eine akustische Reihe mit lokalen und internationalen Künstlern? Beides ist neu für Dortmund und klingt so schräg wie interessant. Während eine der beiden neuen Konzertreihen die leisen, bedächtigen Töne der akustischen, unverstärkten Instrumente im Fokus hat, kommt das zweite Liveformat ohne Gesang aus.

Gerade Zweiteres ist eher ungewöhnlich, und der Name der Reihe bringt es passend auf den Punkt: "Schnauze". Damit bringt das Dietrich-Keuning-Haus (DKH) in kürzester Zeit zwei neue Konzertreihe an den Markt. "Wir wollen auch junges, szenisches Publikum oder Studenten ansprechen und uns noch mehr öffnen", so Leyla Brust vom DKH.

Dazu gehört auch die neue Kooperation mit der Pop School der Musikschule. In der Zusammenarbeit zwischen dem DKH, der Pop School Dortmund und der Bremer Agentur [ps]-promotion ist die Veranstaltungsreihe "Songs & Whispers" ins Leben gerufen worden, die bereits am 31. Januar ihre Premiere feierte.

Das Nezuwerk und der Fördergedanke sind wichtig

Dabei steht neben dem musikalischen Schwerpunkt im Akustischen auch der Netzwerk- und Fördergedanke im Fokus. Der Name "Songs & Whispers" steht für ein weltweites Musikernetzwerk, das seit über zehn Jahren die Entwicklung und den nachhaltigen Aufbau von internationalen und deutschen Musikern zum Ziel hat.

Dies können Solisten, Duos, Trios und größere Bandbesetzungen, wobei alles auf akustische Musik fokussiert ist. So ist für die zweite Auflage am 13. März Singer/Songwriter George Major aus Dortmund und das Duo „Handle with Care“ aus Neuwied zu Gast.

„Das Prinzip ist, dass als erste eine Dortmunder Band spielt, gefolgt von einem internationalen oder nationalen Headliner und abschließend gibt es eine offene Bühne für alle", erklärt Martin Peitz von der Pop School. Dabei sind ihm der Austausch zwischen den Musikern und das Vernetzen sehr wichtig.

"Schnauze" ist als Name der Veranstaltung sehr passend

Selbiges gilt für die neue Reihe "Schnauze", die am 6. März ihre Premiere im DKH feiert. Ohne sich auf ein musikalisches Genre festlegen zu wollen, steht bei diesem außergewöhnlichen Format Musik ohne Gesang im Vordergrund. Damit ist der Name Programm.

"Der Name sollte einem ins Gesicht springen und zugleich den Ruhrpott-Slang transportieren", so Leif Linnemöller vom DKH. Die Idee zu der Konzertreihe, die zukünftig alle sechs Monate stattfinden soll, ist im Hause entstanden.

Es gäbe in Dortmund eine gute Szene für diese spezielle Konzertform ohne Gesang. Diesen Bands wolle man eine Bühne bieten, mit einer guten Mischung aus Newcomern und bekannten Formationen.

Die Band "Orange Swan" aus dem Ruhrgebiet spielt bei der Premiere von "Schnauze" als eine von drei Bands im DKH.

Die Band "Orange Swan" aus dem Ruhrgebiet spielt bei der Premiere von "Schnauze" als eine von drei Bands im DKH. © Bjoern Stork

Zur Premiere spielt die Dortmunder Zwei-Mann-Band "Neeva" mit einem druckvollen Mix aus Post-Metal, Heavy-Groove sowie Stonerrock, ausschließlich mit Schlagzeug und Gitarre.

Ihr folgt die Mühlheimer Band "Orange Swan" mit progressivem Rock, während dann zum Abschluss "Noorvik" aus Köln mit experimentellem Post-Rock.

Das Konzept von Schnauze geht aber über die Livemusik hinaus. So sollen Stände von Künstlern mit thematischen Bezügen zur Musik präsentiert werden, die von der Fotografie, über Bücher bis hin zu Covergestaltungen gehen können. Zudem kann es auch Plattenstände oder Videoinstallationen geben. Interessiere können sich ab sofort im DKH melden.

  • "Schnauze": Freitag, 6. März 2020, Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.00 Uhr, Eintritt: VVK 7 € plus Gebühren, AK 10 €
  • "Songs & Whispers": 13.3. und 15.5.2020, jeweils um 20h, Eintritt frei
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