Kopfgeld auf Ex-BVB-Großaktionär Homm ausgesetzt

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Als der Hedge-Fonds-Manager Florian Homm im Herbst 2004 bei Borussia Dortmund als Großaktionär einstieg und die Anteile des Verlegers Norman Rentrop übernahm, spaltete er die Anhängerschaft in zwei Lager. Jetzt sucht sogar ein Kopfgeldjäger nach dem Mann.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 17.02.2012, 14:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kopfgeld auf Ex-BVB-Großaktionär Homm ausgesetzt

Der EX-BVB-Großaktionär Florian Homm vor Jahren auf einer BVB-Aktionärsversammlung. Jetzt hat er sich wieder in der Öffentlichkeit gezeigt.

So ließ Homm zwei von ihm gewählte Personen als Kontrolleure in den BVB-Aufsichtsrat installieren und forderte einst öffentlich den Rauswurf von Trainer Bert van Marwijk. Jetzt hat nach übereinstimmenden Medienberichten eine Investoren-Gruppe ein Kopfgeld auf den vor viereinhalb Jahren plötzlich verschwundenen Unternehmer ausgesetzt. Die „Financial Times Deutschland“ als auch die Fachzeitschrift „Capital“ berichten übereinstimmend, dass eine Gruppe von Anlegern einen Privatermittler engagiert hat, der Homm aufspüren soll. Für Hinweise auf den Aufenthaltsort von Homm stehen demnach rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Manager wird seit seinem plötzlichen Verschwinden in mehreren Ländern per Haftbefehl gesucht, auch in den USA, wo ihm per Anklage vorgeworfen wird, mit seiner Fondsverwaltungsgesellschaft ACMH Anleger um circa 63 Millionen Euro geprellt zu haben. Im Oktober 2007 veräußerte Homm seine letzten Anteile vom BVB. Kurz zuvor hatte er in seiner Firma ein Rücktrittsschreiben hinterlassen und war spurlos verschwunden. Die Anleger seines Fonds, schrieb „Capital“ schon 2008, seien davon völlig überrascht worden. Schon zu diesem Zeitpunkt aber war der Großneffe des Versandhaus-Unternehmers Josef Neckermann ins Visier der Bankenaufsicht Bafin geraten, die seine dubiosen Geschäftsmethoden durchleuchtete.

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