Kostenexplosion: Bahnunterführung verschlingt weitere Millionen Euro

rnBaustellen in Dortmund

Die neue Bahnunterführung an der Sölder Straße passt vielen Bürgern nicht in den Kram - vor allem die Durchfahrtshöhe. Jetzt sind die Baukosten zudem horrend gestiegen. Um satte 50 Prozent.

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, 11.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ja mittlerweile bei öffentlichen Bauwerken so, dass die geplanten Kosten überhaupt nicht mehr den wirklichen Kosten entsprechen. Eines dieser fast schon lachhaften Beispiele ist die neue Bahnunterführung an der Sölder Straße.

Diese ersetzt die alte, einspurige Unterführung und sorgte für viele Diskussionen unter den Bürgern. Es ist die Durchfahrtshöhe von 4,20 Metern, mit der das neue Bauwerk aufwartet - und damit Schwerlastern die Durchfahrt nach Sölde ermöglicht.

Bürgerinitiative versuchte den Ausbau zu verhindern

Eine Bürgerinitiative versuchte mit allen Mitteln, den „Höhenausbau“ zu verhindern, ohne Erfolg. Jetzt dürfte aber eine Nachricht Wasser auf die Mühlen der Baugegner sein. Denn die Baukosten der neuen Unterführung sind praktisch explodiert. Von 3,8 Millionen Euro auf satt 5,77 Millionen Euro.

Das bedeutet eine Baupreissteigerung um satte 50 Prozent. In einem Eilantrag wird der Beschluss nun durch die Ausschüsse und die Bezirksvertretung Aplerbeck getrieben. Auch der Rat der Stadt Dortmund wird der Kostenexplosion wohl zustimmen. Die Sitzung findet am 8. Oktober im Dortmunder Rathaus statt.

Auch der Einmündungsbereich zur Schwerter Straße wurde neu gestaltet.

Auch der Einmündungsbereich zur Schwerter Straße wurde neu gestaltet. © Jörg Bauerfeld

Die Mitglieder der Bezirksvertretung Aplerbeck, die in ihrer Sitzung lediglich eine Empfehlung abgeben konnten, wirkten zwar erschrocken, eine Möglichkeit den erneuten Betrag nicht zu bewilligen, hatten sie jedoch nicht.

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Beschlussgremium in dieser Sache ist einzig und alleine der Rat der Stadt Dortmund. Aber wie kann es zu einer Kostensteigerung kommen? Der Grund scheint in einer Änderung des Bauverfahrens zu liegen. Das wurde von der Deutschen Bahn, die für die Errichtung der Unterführung verantwortlich ist, der Stadt Dortmund mitgeteilt.

Vertragsgemäß zum Übernehmen von Mehrkosten verpflichtet

Das Tiefbauamt willigte ein, weil es keine wesentliche Kostensteigerung durch das veränderte Bauverfahren erwartete - aber weit gefehlt. Und da die Stadt Dortmund vertragsgemäß anteilig zum Tragen der Mehrkosten verpflichtet ist, wird es jetzt teuer.

Vorbereitungen für die Ampelanlage an der Schlagbaumstraße

Vorbereitungen für die Ampelanlage an der Schlagbaumstraße © Jörg Bauerfeld

Dagegen machen kann die Stadt Dortmund wohl eh nichts mehr, da das Bauwerk schon fertiggestellt ist. Bauarbeiten laufen im Moment noch an der Fahrbahn. Auf der Vellinghauser Straße und der Schwerter Straße, an denen auch Umbauarbeiten vorgenommen werden mussten, sind diese praktisch abgeschlossen.

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Gebaut wird noch an der Fahrbahndecke an der Sölder Straße und es fehlt noch die Ampelanlage an der Einmündung zur Schlagbaumstraße - die schlägt im Übrigen mit 715.000 Euro zu Buche.

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