Krankenschwester an Tuberkulose erkrankt

Ev. Krankenhaus Lütgendortmund

Tuberkulose-Ausbruch am Evangelischen Krankenhaus Lütgendortmund: Eine Nachtschwester ist dort an der gefährlichen Infektion erkrankt. Jetzt müssen auch alle Patienten untersucht werden, die Kontakt mit der Pflegekraft hatten.

LÜTGENDORTMUND

19.08.2013, 16:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Evangelischen Krankenhaus ist eine Schwester an Tuberkulose erkrankt.

Am Evangelischen Krankenhaus ist eine Schwester an Tuberkulose erkrankt.

Weitere Fragen beantwortet das Chefarzt-Sekretariat der Inneren Medizin unter Tel. 61 88 29 8. 

Im konkreten Fall litt die Pflegekraft seit Ende April an Husten und wurde Anfang Juni krankgeschrieben. Dementsprechend aufwendig war es, die Kontaktpersonen zu ermitteln. Jetzt steht fest, dass sich im besagten Zeitraum 78 Personen theoretisch angesteckt haben könnten. Alle diese Patienten erhalten in den nächsten Tagen ein Schreiben, in dem sie eingeladen werden, vorsorglich an einer modernen Tuberkulose-Testung teilzunehmen. Diese Sicherheitsmaßnahme dient dazu, angesteckte Personen zu ermitteln und wenn nötig eine Behandlung einzuleiten.Menschen, die im besagten Zeitraum einen Krankenbesuch auf einer Inneren Station gemacht haben, müssen sich hingegen keinerlei Sorgen machen. Sie gehören nicht zu den sogenannten Kontaktpersonen, müssen sich deshalb auch keiner Routineuntersuchung unterziehen. „Die Voraussetzung für eine Übertragung besteht im Allgemeinen aus einem gemeinsamen längeren Aufenthalt in geschlossenen Räumen“, erklärt Dr. Scholle. „Die Kontaktzeit im Rahmen der Patientenbetreuung liegt deutlich darunter, sodass es vermutlich nicht oder nur in sehr wenigen Fällen zu einer Ansteckung gekommen ist.“

Die sogenannte Umgebungsuntersuchung sei jedoch notwendig, um absolute Sicherheit zu bekommen. Zudem bedeutet sie für die betroffenen Menschen eine Beruhigung.   4228 Tuberkulose-Fälle wurden 2012 in Deutschland gemeldet.In der Stadt Dortmund gab es im vergangenen Jahr knapp 60 Neuerkrankungen.  

Weitere Fragen beantwortet das Chefarzt-Sekretariat der Inneren Medizin unter Tel. 61 88 29 8. 

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