Kampf gegen die Einsamkeit: LWL-Klinik bietet Corona-Krisentelefon an

LWL-Klinik Dortmund

Kontaktverbot und Quarantäne: Viele Menschen fühlen sich einsam. Die LWL-Klinik Dortmund bietet ab Montag (6.4.) Hilfe an, wenn Sorgen und Nöte in der Coronakrise zu groß werden.

Dortmund

von Nick Kaspers

, 05.04.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die LWL-Klinik hilft: Ein Corona-Krisentelefon soll die Einsamkeit lindern.

Die LWL-Klinik hilft: Ein Corona-Krisentelefon soll die Einsamkeit lindern. © picture alliance/dpa

Sorgen, Ängste und Verwirrung durch das Coronavirus will die LWL-Klinik Dortmund in Zukunft lindern. Sie bietet für Menschen aus Dortmund, Unna und Lünen ab Montag (6.4.) ein Corona-Krisentelefon an. Kurzgespräche und ambulante Termine sollen als Corona-Hilfe dienen.

Die Einsamkeit durch Kontaktverbot und Quarantäne könnten „zu großen Ängsten und psychischen Problemen bis hin zu manifesten psychischen Erkrankungen führen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Klinik. Um die Ängste und Sorgen zu vermindern, könnten sich Personen aus Dortmund, Unna und Lünen beim Krisentelefon der LWL-Klinik melden.

Erst telefonische Entlastung, dann Ambulanz-Termine

In kurzen Gesprächen wolle die Klinik eine erste Entlastung der bedrückenden Gefühle erreichen. Würden die Mitarbeiter eine psychische Erkrankung beim Gegenüber feststellen, könnten auch ambulante Termine vereinbart werden.

Das Hilfstelefon ist von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 11 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr erreichbar, freitags nur von 9 bis 11 Uhr. Bisher ist das Angebot bis zum Juni geplant. Das sind die Telefonnummern:

  • Dortmund: 0231 4503 5456
  • Unna: 02303 95244 0
  • Lünen: 02306 75021 10

Menschen über 65 Jahre sollten sich bei der Gerontopsychiatrie (0231 399580 0) melden. Bei einer Abhängigkeitserkrankung oder Sucht ist die Suchtmedizin die richtige Adresse (0231 4503 2785).

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