Kritik an Sparen bei Rolltreppen

17.01.2008, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Vorhaben der Stadtwerke (DSW) in den nächsten zwölf Jahren fast jede vierte Rolltreppe an U-Bahnstationen stillzulegen (wir berichteten), stößt auf die Kritik der Fraktion FDP/Bürgerliste. Sie vermutet als Hintergrund, dass sich das kommunale Unternehmen wegen seiner zahlreichen wirtschaftlichen Aktivitäten von finanziellen Belastungen befreien will und nun bei den Stadtbahnstationen mit dem Sparen ansetzt.

"Angesichts des demografischen Wandels und der starken Alterung der Bevölkerung ist es das falsche Signal, ein Viertel der Rolltreppen stillzulegen", kritisiert Ratsmitglied Thomas Gerber (FDP). Wenn DSW bzw. Stadt als Gesellschafterin beim Phoenix See-Projekt mit einem Finanzloch von rund 90 Mio. Euro rechnen müssten, dürfte das nicht dazu führen, "die Sparzange an der Stelle anzusetzen, wo immer mehr ältere Menschen auf bequeme Zugänge angewiesen sein werden", betont Gerber.

Auch wenn bis 2020 nur da auf Rolltreppen verzichtet werden soll, wo es in unmittelbarer Nähe weitere Fahrtreppen oder einen Aufzug gibt, erwartet der FDP-Ratsherr Probleme. "Die Bezirksvertretungen werden jeden Einzelfall zu begutachten haben. Denn es gibt sicherlich Stationen, wo die Abschaffung zu längeren Gehwegen führt und das ist für ältere und gehbehinderte Menschen dann nicht zumutbar."

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