Krüger bedauert SPD-Schmähkritik auf Grünen-Bundesparteitag

DORTMUND Mit einem offenen Brief an Unterbezirksvorstand und Ratsfraktion der SPD versucht Grünen-OB-Kandidat Mario Krüger den Unmut über seine Rede auf dem Bundesparteitag der Grünen auszuräumen.

von Von Oliver Volmerich

, 28.01.2009, 16:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Krüger bedauert SPD-Schmähkritik auf Grünen-Bundesparteitag

MIt seiner Rede auf dem Bundesparteitag der Grünen löste Mario Krüger den Unmut der SPD aus.

Als „schwindsüchtig“ hatte Krüger die SPD in Dortmund bei seinem Auftritt auf dem Bundesparteitag dargestellt und behauptet, die SPD-OB-Kandidaten hätten ihre Besuche an der Basis mit einem Zug durch Altersheime verglichen. Dem grünen OB-Bewerber schlug daraufhin heftiger Unmut vom Koalitionspartner SPD, aber auch aus den eigenen Reihen entgegen. SPD-OB-Kandidat Ullrich Sierau forderte eine Entschuldigung Krügers (wir berichteten). Die gibt es nun in Form eines offenen Briefs an den Unterbezirksvorstand und die Ratsfraktion der SPD. Seine Rede habe „offensichtlich Irritationen ausgelöst, die ich ausräumen möchte“, betont Krüger darin. Er kenne eine Vielzahl von älteren SPD-Mitgliedern, die sich mit einem anerkennenswerten Engagement für die Belange dieser Stadt eingesetzt haben, stellt der Grünen-Politiker fest. „Mit meinem Hinweis auf die Altersstruktur und Situation der SPD wollte ich dieses Engagement nicht diskreditieren, sondern bei der Begrüßung der Delegierten in humorig gemeinter Weise Lokalkolorit einstreuen. Ich nehme zur Kenntnis, dass mir das nicht besonders gut gelungen ist“, räumt Krüger ein. „Jemanden zu verletzen, war jedenfalls nicht meine Absicht. Sollten meine Äußerungen trotzdem so empfunden worden sein, so bedaure ich dies.“   Nicht zuletzt bekräftigt Krüger, dass er zur rot-grünen Koalition stehe und diese auch nach der Wahl fortrühren möchte. Er hoffe, dass man zu einer vertrauensvollen Gesprächsebene zurückkehren kann, betont der Grünen-Fraktionssprecher. Gelegenheit dazu gibt es bereits heute, wenn sich Partei- und Fraktionsspitzen von SPD und Grünen treffen. 

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