Kunsterziehung in Digitalien

Symposium

Twitter, Facebook und Co. - wer heute aufwächst, nutzt diese Dienste ganz selbstverständlich. Bei einem Symposium geht es bald darum, wie kulturelle Bildung mit diesem Phänomen umgehen kann.

DORTMUND

08.09.2011, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das digital verfremdete Bild vom U.

Das digital verfremdete Bild vom U.

Die dreitägige Veranstaltung, die hier ab dem 21. September stattfinden wird, erfährt der Mann, soll sich mit den veränderten Alltagswelten von Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Eine Entwicklung, die, so heißt es bei der Vorstellung, nicht nur in ästhetischer Hinsicht neue Herausforderungen für die kulturelle Bildung mit sich bringe.Laut Claudia Kokoschka, der Leiterin des Kulturbüros, seien die Jugendlichen heutzutage „voll vernetzt“. Handy, Internet, Computerspiele, Twitter, Facebook, und wie sie alle heißen, hier spielt sich immer stärker die soziale Interaktion statt, hier bewegen sich Jugendliche ganz selbstverständlich und genau hier möchte, dass Symposium ansetzen.

 Welche kreativen Nutzungsmöglichkeiten gibt es, wie kann man das alles hinterfragen und wie bringt man Jugendliche dazu, sich von reinen Nutzern zu kreativen Anwendern zu entwickeln? Kurz und knapp: Wie also kann man die Kultur und die kulturelle Bildung mitnehmen ins digitale Zeitalter?  Es sind gute und wichtige Fragen, die das Symposium stellen und beantworten will. Zur Klärung werden Künstler, Wissenschaftler und die wenigen Vertreter von Einzelprojekten erwartet, die es bisher in diesem Bereich gibt.Zu nennen wären da etwa das Ars Electronica Center aus Linz, das GameCulture-Projekt aus Zürich, De Ontdekfabrik aus Eindhoven oder auch das Zentrum für Kunst und Medientechnologie aus Karlsruhe. Alles Einrichtungen, die sich mit dem Komplex Kunst und neue Medien auseinandersetzen, jeweils Referenzprojekte, jedoch allein auf weiter Flur. Das soll sich im U ändern.

 Regina Selter, stellvertretende Leiterin des Museums Ostwall, dass das Symposium gemeinsam mit dem städtischen Kulturbüro und dem U ausrichtet: „Es gibt gute Einzelkonzepte – doch die müssen wir jetzt zusammenführen.“  Die Veranstaltung richtet sich an Künstler, Kulturämter, Jugendliche, Lehrer, eben an alle, die in irgendeiner Form mit kultureller Bildung zu tun haben. Die Teilnahme kostet inklusive Verpflegung 60 Euro, Anmeldung natürlich digital. Und es ist der Auftakt für eine dauerhafte Nutzung: Ab dem Herbst 2011 sind auf der 2. Etage rund 800 qm unter dem Titel „kubi@U2“ speziell der kulturellen Bildung mit neuen Medien gewidmet.

 Der Mann, der all das erfahren hat, verlässt das U. Es sind jetzt exakt 48 Minuten vergangen, seitdem er sein Bild ins Netz gestellt hat. Zwei Japaner und ein Mensch aus Mainz haben das Bild gesehen und fanden es so gut, dass sie es markiert haben. Digitale Realität im 21. Jahrhundert. Und gleichzeitig rasante Veränderung. Hier will das Symposium ansetzen. 

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