Kupferklau geht weiter um

Der Metall- und Kupfer-Klau nimmt weiter zu. Deshalb bekamen Dortmunder Schrotthändler jetzt Besuch von der Bundespolizei. Sie warnte mit Flugblättern vor dem Ankauf insbesondere von Kupfer aus dubiosen Quellen.

von Oliver Volmerich

, 12.07.2007, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Grund für die weiter zunehmende Zahl von Kupfer-Diebstählen ist die große weltweite Nachfrage, ausgelöst durch den Wirtschaftsboom in Asien. Er ließ den Kupferpreis in den letzten fünf Jahren um das vier- bis fünffache steigen. Schrotthändler zahlen rund fünf Euro für ein Kilo. Der Weltmarktpreis liegt bei mehr als 6000 Euro pro Tonne. Zum Leidwesen vieler Metallfirmen oder Bauherren. Denn Betriebsgelände und Baustellen sind bevorzugtes Ziel der Kupferdiebe. Die Fälle haben in den letzten Monaten weiter zugenommen, bestätigte ein Polizei-Sprecher. Sogar Dachrinnen oder Fallrohre von Privathäusern sind nicht vor dem grassierenden Kupferklau sicher.

 Zu den Leidtragenden gehört aber vor allem die Bahn. Denn selbst vor Oberleitungen machen die Diebe nicht halt. 2006 erreichte der Schaden nach Angaben der Bahn AG bundesweit einen zweistelligen Millionenbetrag. Ein krasser Fall aus Dortmund: Ende Mai stahlen Unbekannte im Bereich Hafenbahnhof an einer stillgelegte Güterbahn-Strecke auf einer Länge von 800 die Oberleitungen und lösten dabei einen Kurzschluss aus. 

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