Kurde angeklagt - Brand-Anschlag auf Moschee

Landgericht Dortmund

DORTMUND Er bezeichnet sich als kurdischer Guerilla-Kämpfer und soll vor drei Jahren für eine ganze Serie von Brandanschlägen auf türkische Einrichtungen verantwortlich gewesen sein. Seit Dienstag wird dem gerade 24 Jahre alten Mann der Prozess gemacht.

von Von Jörn Hartwich

, 22.06.2010, 17:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
2007 gab es eine Brandanschlagsserie auf türkische Einrichtungen.

2007 gab es eine Brandanschlagsserie auf türkische Einrichtungen.

Die Brandserie in Dortmund begann offenbar mit einem Internetaufruf. „In Dortmund ist was los – es geht gegen die Türken“: So oder so ähnlich muss es damals geheißen haben. Ein junger Kellner vom Möhnesee – ebenfalls Kurde - folgte dem Aufruf, traf sich mit Gleichgesinnten nachts im Keuningpark. Dort wurden ihm so genannte Molotow-Cocktails ausgehändigt, die er kurze Zeit später auf türkische Einrichtungen schleuderte. Bei der Polizei hatte er den Angeklagten später eindeutig als Auftraggeber identifiziert.

Im Prozess wollte er sich daran allerdings nicht mehr so recht erinnern können. Richter Peter Windgätter fühlte sich schließlich genötigt, Klartext zu reden und sagte dem Zeugen in schönstem Ruhrpott-Deutsch: „Dass sie hier mauern und sagen ,ich weiß nicht mehr`, ist ein Fall von ,is nich`!“ 

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