Kurdendemo am Hauptbahnhof verlief friedlich

Großes Polizeiaufgebot

Rund 1500 Kurden demonstrierten am Samstagnachmittag auf dem nördlichen Bahnhofsvorplatz vor dem Cinestar gegen den Einmarsch der türkischen Armee ins syrische Kurdengebiet. Die Polizei hatte im Vorfeld der Kundgebung mehrere Auflagen erteilt. Ein großes Polizeiaufgebot achtete auf die Einhaltung. Zumindest einmal musste die Polizei eingreifen.

Dortmund

, 03.02.2018, 14:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kurdendemo am Hauptbahnhof verlief friedlich

Mehrere hundert Kurden demonstrierten unter starkem Polizeiaufgebot am Hauptbahnhof. © Schaper

Die Demonstration unter der Überschrift „Solidarität mit Afrin“ war von 14 bis 18 Uhr angemeldet, endete aber schon rund zwei Stunden früher ohne Zwischenfälle.

Die Reden begannen pünktlich um 14 Uhr. Sie wurden in Kurdisch und Deutsch gehalten.

Kurdendemo am Hauptbahnhof verlief friedlich

Auch viele Frauen nehmen an der Kundgebung teil. © Oliver Schaper

Mann musste Weste ausziehen

Nach den Auflagen der Polizei für die Demonstration durften keine Flaggen, Abzeichen oder Transparente gezeigt werden, auf denen der inhaftierte Kurdenführer Abdullah Öcalan zu sehen gewesen wäre.

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Zudem durften keine Fahnen, Puppen oder Bilder und Symbole von Staaten oder Religionen verbrannt werden. Auch Pyrotechnik war untersagt.

Die Demonstranten hielten sich weitestgehend daran. Ein Kurde musste seine Weste ausziehen, weil sie ein verbotenes Abzeichen zeigte. Die Polizei nahm nach Beobachtungen unseres Fotografen Oliver Schaper die Personalien des Mannes auf. Auch einige Fahnen wurden von der Polizei eingesammelt.

Kurdendemo am Hauptbahnhof verlief friedlich

Die Polizei sammelte vor der Kundgebung einige verbotene Fahnen ein. © Oliver Schaper

Verkehrsbeeinträchtigungen

Auch wenn es sich aus Sicherheitsgründen nur um eine Standkundgebung handelte, hatte die Polizei neuralgische Kreuzungen in der Nordstadt gesperrt. Es kam dadurch zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Buslinien 412,453, 455, 456 und 457 fuhren seit dem Morgen eine Umleitung, weil sie die Quadbeckstraße zwischen Cinestar und Busbahnhof nicht anfahren konnten.

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