Kurios: Eine Futterstelle soll gegen die Taubenplage helfen

Stollenpark

Das Taubenfüttern ist in Dortmund seit mehr als 25 Jahren verboten, um der Taubenplage Herr zu werden. Eine Futterstelle am Stollenpark an der Bornstraße soll jedoch gerade dagegen helfen.

Nordstadt

, 10.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Kurios: Eine Futterstelle soll gegen die Taubenplage helfen

Stadttauben sind eine Plage. Das Füttern ist verboten. Jetzt soll ausgerechnet eine Futterstelle gegen die Taubenplage helfen. © © Schaper (Archiv)

500 Tauben hat Daniela Hons vom Tierschutzverein im Bereich Stollenpark und WEZ an der Bornstraße gezählt. „Es werden immer mehr“, berichtete sie am 8. Mai in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Wildtauben sind ein Problem. Deswegen gibt es schon seit 1983 in Dortmund ein Taubenfütterungsverbot.

Trotzdem macht sich der Tierschutzverein für eine Tauben-Futterstelle im Bereich des Stollenparks stark. Das erscheint kurios – aber nur auf den ersten Blick.

Daniela Hons denkt etwa an einen alten Bauwagen als Futterstelle. Dort könne man in den Gelegen die Eier tauschen. In fünf Jahren lasse sich die Population so halbieren. Dr. Matthias Hinz vom Veterinäramt hält die Möglichkeit für „durchaus sinnvoll, um die Population zu regulieren“. Zudem sei solch eine Futterstelle nachhaltig, um der Problematik Herr zu werden. Alternativen seien, die Tauben zu vergraulen oder abzuschießen.

Standort soll nun gesucht werden

Die Politiker blieben zunächst skeptisch. Brigitte Jülich (SPD) wies auf den Taubenkot hin, von dem Gesundheitsgefahren ausgehen. Dorian Marius Vornweg (CDU) erwartet vom Tierschutzverein eine Betreuungsgarantie. Trotzdem brachten die Bezirksvertreter das Projekt auf den Weg. Tierschutzverein und Tiefbauamt sollen nun nach einem Standort suchen. Das WEZ und das unmittelbare Gelände der Jugendfreizeitstätte scheiden dabei nach einem Veto der Eigentümer aus.

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