Lärmgutachten zur Phoenixhalle liegt vor - aber was bedeutet es?

Rechtsstreit um neue Konzerthalle

Sind die neue Phoenixhalle und ihre Besucher zu laut? Zu dieser Frage läuft ein Rechtsstreit zwischen der Stadt Dortmund und einem Anwohner der Konzerthalle auf Phoenix-West. Ein Lärmgutachten sollte Klarheit bringen. Jetzt liegt es vor. Das Problem ist nur: Beide Seiten sehen sich durch seine Ergebnisse bestätigt.

Hörde

, 12.12.2017, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lärmgutachten zur Phoenixhalle liegt vor - aber was bedeutet es?

Ein Anwohner hat über den Lärm von Konzertbesuchern um die Phönixhalle geklagt. © Dieter Menne

Ja. Es gab kurzzeitig vereinzelte Lärmspitzen durch Konzertbesucher aus der Phoenixhalle am Haus eines Anwohners an der Hochofenstraße. Das geht aus dem vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster in Auftrag gegebenen Lärmgutachten hervor, das auf Messungen nach den zwei bislang stattgefundenen Konzerten in der neuen Veranstaltungshalle auf Phoenix-West basiert.

Über die Ergebnisse wurden jetzt die streitenden Parteien informiert. Deren Bewertung fällt allerdings sehr unterschiedlich aus.

Ergebnisse unterschiedlich bewertet

Während die Anwältin des klagenden Anwohners die Bedenken gegen den Bebauungsplan der Stadt für die Phoenix-Halle bestätigt sieht, relativiert man bei der Stadt die Ergebnisse. Sie stützten sich auf die Technische Anleitung (TA) Lärm, die für Gewerbelärm gelte. Dies sei nicht auf Fälle zu übertragen, in denen etwa Gespräche oder Rufe durch Passanten zu kurzen Störungen führten.

Die Konzerte in der Phoenixhalle selbst seien laut Gutachten nicht wahrnehmbar. Und auch der Autoverkehr stelle kein Problem dar, erläuterte Planungsdezernent Ludger Wilde am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands. Die Frage ist, ob die Richter des OVG das auch so sehen. Eine Entscheidung im Lärmstreit ist noch für dieses Jahr in Aussicht gestellt.

Neue Straße und Buslinie für Phoenix-West

In der strittigen Frage nach den Verkehrswegen rund um die Halle gibt es Bewegung. Am Dienstag lagen mit der Bezirksvertretung Hörde dem ersten politischen Gremium Pläne für die „Südspange“ in Hörde vor. Diese neue Straße soll von der Gildenstraße aus entlang eines ehemaligen Stahlwerk-Bahndamms in Richtung Phoenix-West-Gelände verlaufen.

Das soll die Hochofenstraße entlasten, an der die Phoenixhalle liegt. Die Debatte am Dienstag war der Auftakt zu einem längeren Planungsprozess. Der Rat der Stadt soll die Straßenplanung am 15. Februar 2018 beschließen. Außerdem wird DSW21 eine neue Buslinie 451 einrichten, um Phoenix-West noch besser anzubinden.

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